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B474N.DE > Presse > Jahr 2004 >
IHK-Ausschuss rollt roten Teppich für Kraftwerk aus 4. April 2006


"Mit einem neuen E.ON-Steinkohlekraftwerk kann in Datteln ein neues Wahrzeichen energiepolitischen Fortschritts entstehen. Von diesem Milliarden-Investment profitieren Stadt und Region. Die Wirtschaft steht hinter dem Vorhaben des Unternehmens." Mit diesem Fazit fasst Frank-W. Becker, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK), die Meinung des IHK-Regionalausschusses für den Kreis Recklinghausen zusammen, der im Kraftwerk Datteln tagte. -

Kraftwerksleiter Matthias Hube erläuterte den Unternehmensvertretern aus der Kreiswirtschaft die Neubauplanungen:

"Angesichts einer nicht langfristig festgelegten deutschen Energiepolitik gehen wir mit dem Neubau einen konsequenten Weg. Im Rahmen eines verbleibenden Energiemixes muss Steinkohle weiterhin einen wesentlichen Beitrag leisten. Gleichzeitig wird uns durch eine weitere spürbare Effizienzsteigerung der geforderte Beitrag zur Umweltentlastung durch eine deutliche Senkung des CO2-Ausstoßes gelingen."

Mit Hube waren die IHK-Vertreter der Auffassung, dass Datteln "ein ausgezeichneter Kraftwerksstandort für Steinkohle" sei. Becker: "Wer zurecht die Energiekompetenz der Region als eine ihrer Stärken betont, kann jetzt nicht nein zu dieser Investition in die Zukunft sagen."

Einleitend hatte die Erste Beigeordnete der Stadt, Petra Weiß, ein Porträt Dattelns unter Betonung wirtschaftlicher Aspekte gezeichnet: "Datteln ist und bleibt eine Industriestadt. Dennoch: Die Indikatoren sinkender Beschäftigung, steigender Arbeitslosigkeit und Bevölkerungsabnahme machen deutlich, dass wir die Strukturkrise hier noch nicht bewältigt haben", sagte sie. Gerade in Datteln mache sich auch die negative Entwicklung in der Bauwirtschaft bemerkbar.

Stadt setzt auf

neues Gewerbe

Andererseits seien große Investitionen in Industrie und Gewerbe ein positives Signal. Umso mehr setze die Stadt auf neue Gewerbe, betone aber zugleich auch die Themen "Wohnen" und "Leben" mit entsprechenden Projektvorhaben.

Der festzustellenden Gewerbe- und Industrieflächenknappheit solle mit dem newPark und weiteren Flächenentwicklungen am bisherigen Kraftwerksstandort begegnet werden. Neue Wohn- und Lebensqualität verspreche das ehrgeizige Projekt der "Wasserstadt West". Für mehr städtische Lebensqualität werde auch die geplante Ortsumgehung B 474n sorgen.


Quelle: Dattelner Morgenpost, 4. April 2006