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Geplanter Abbau der Ampelanlage Zur Geest/Birkenallee sorgt für geballten Anwohner-Protest
Bürgermeister Himmelmann rechnet mit einem Baubeginn für die Westumgehung K 9 n im Jahr 2008. Das erklärte er am Dienstag im Bau- und Umweltausschuss.
Dort stand das Thema zwar nicht auf der Tagesordnung, hat aber angesichts der jüngsten Stellungnahmen große Aktualität. Vehement trat Himmelmann der Aussage der UWG entgegen, dass der Baubeginn erst nach 2010 erfolgen würde. Das sei nicht richtig, es trete keine Verschiebung ein.
Derzeit werde auf Wunsch der regionalen Kräfte die Möglichkeit ausgelotet, die B 474 n auch für den Bereich Olfen und Seppenrade wieder kurzfristig realisierbar zu machen. Denn eine durchgängige Lösung sei für die Region die beste Lösung, so Himmelmann. Deshalb werde im fortzuschreibenden Flächennutzungsplan auch die Trasse der B 474 n zwischen Eversumer und Kökelsumer Straße (K 9 und K 8) aufgenommen; das ist Thema am 9. Mai. Himmelmann rechnet aber nicht damit, dass die Gespräche im Bundesverkehrsministerium zum Erfolg führen. Deshalb werde von den Städten Olfen und Lüdinghausen sowie dem Kreis Coesfeld alternativ an eine "Kreisstraßen-Lösung" als Lückenschluss gedacht.
Falls kurzfristig, das heißt in zwei Jahren, keine B 474 n-Lösung machbar sei, werde halt die K 9 n gebaut, so Himmelmann. Die Stadt mache derzeit für diese Kreisstraße ihre "Hausaufgaben", schaffe also hinsichtlich Baurecht und Grunderwerb die Voraussetzungen. Dann sei es am Land, die entsprechenden Fördermittel nach dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz zeitnah bereit zu stellen. Die entsprechenden Signale aus Düsseldorf seien gut.
Für intensive Diskussionen im Ausschuss sorgte auch ein ganz anderes Thema. Gegen den vom Kreis Coesfeld geplanten Abbau der Ampelanlage Zur Geest/Birkenallee/Lindenstraße/Telgenkamp - die Ampel ist seit dem Stromausfall außer Betrieb - gibt es geballten Anwohner-Protest. In der Stadtverwaltung ging gestern eine Liste mit fast 100 Unterschriften ein, u.a. von der Leiterin der Gesamtschule und des Vitus-Kindergartens. Sie alle fürchten ohne Ampel um die Sicherheit der Kinder; der statt dessen geplante Zebrastreifen biete keinen gleichwertigen Ersatz. Der Ausschuss votierte einstimmig dafür, die Stellungnahme der Stadt an den Kreis erst mal zu verschieben und klärende Gespräche mit Anwohnern und Kreisverwaltung zu führen.
Quelle: WAZ Olfen, 29. März 2006