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B474N.DE > Presse > Jahr 2004 >
Städte und Kreis mit Schulterschluss 25. März 2006


Einigkeit demonstrierten gestern Lüdinghausens Bürgermeister Borgmann und Landrat Püning mit Olfens Bürgermeister Himmelmann in der gemeinsamen Pressekonferenz: Sie unterstützen weiterhin den Bau der Olfener Westumgehung K 9n. Aber der Schulterschluss ging noch weiter.

Denn gemeinsames Ziel sei die Fortführung der Olfener Westumgehung über die Eversumer Straße hinaus Richtung Kökelsumer Straße (Höhe Heidekrug) sowie der Lückenschluss in Seppenrade - das ist die alte Trasse der eigentlich schon in diesem Bereich "beerdigten" B 474 n, das Teilstück wurde unter der alten Bundesregierung aus dem vordringlichen Bedarf genommen und damit mindestens bis 2012 auf Eis gelegt.

Alle Anstrengungen sollen nun unternommen werden, unter den neuen Mehrheiten in Bund und Land die alte B 474 n-Planung komplett wieder realisierbar zu machen. Dazu soll in nächster Zeit - am besten noch vor dem 11. April, wenn NRW-Verkehrsminister Wittke den Kreis Coesfeld besucht - ein Gespräch mit dem Bundesverkehrsministerium geführt werden, mit dem Ziel, das B 474 n-Teilstück wieder als vordringlich einzustufen, "um so eine durchgängige Lösung ohne Lücken zu ermöglichen". Der Regionalrat (er fasste am 13. März einen entsprechenden Entschluss) sowie das NRW-Verkehrsministerium, wo das Trio am 16. März entsprechende Gespräche hatte, unterstützten diese Lösung. "Wir haben viel Rückenwind", sagt Himmelmann. "Die Stadt Olfen könnte mit einer solchen ,Bundeslösung´ 600 000 Euro sparen" - das ist nämlich ihr Anteil beim Bau der Ersatzlösung Kreisstraße 9n.

Falls die "Bundeslösung" nicht rechtzeitig komme, werde eine "regionale Lösung" in Ergänzung der Trasse K 9n angestrebt, um eine durchgängige Verbindung zu ermöglichen, betont das Politiker-Trio. Das Land habe auch dazu grünes Licht signalisiert. Himmelmann: "Wir können Seppenrade mit den heranrückenden Verkehren nicht im Regen stehen lassen. Lüdinghausen und Olfen arbeiten an einer gemeinsamen, für beide Städte entlastenden Lösung." Beide Städte würden in dieser Frage an einem Strang ziehen und man sei sich darin einig, dass die Kreisstraßen-Lösung den weiteren Lückenschluss der B 474 n nicht gefährden dürfe. Die Trasse soll deshalb im fortzuschreibenden Flächennutzungsplan Olfen aufgenommen werden.


Quelle: WAZ Olfen, 25. März 2006