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Olfen - Der UWG liegt ein offizielles Schreiben der CDU-Gruppe im Regionalrat vor. Hieraus gehe klar hervor, dass der Bau der Olfener K 9 n ins nächste Jahrzehnt verschoben wurde. "Hintergrund ist die Absicht der CDU, vielleicht doch noch durch ein Hintertürchen die alte B 474 n-Planung wieder aufleben zu lassen", so Heinz Dieter Broz - (Foto), UWG-Fraktionsvorsitzender. Er zeigt sich überrascht darüber, dass Olfens Bürgermeister diese seit August 2005 in den regionalen CDU-Gremien bekannten Fakten entweder nicht gewusst haben will oder bewusst der Öffentlichkeit vorenthalten hat. Dies auch vor dem Hintergrund, dass Bürgermeister Himmelmann sonst immer genau informiert ist und mit hochrangigen Kreis- und Landespolitikern Straßenbauthemen diskutiert. Außerdem habe Himmelmann in seinem letzten Bürgerbrief zu diesem Thema im April 2004 einen Baubeginn für 2006 formuliert. "Für Olfen, insbesondere für den Eckernkamp und die Innenstadt heißt die zeitliche Verschiebung der K 9n über 2010 hinaus nichts anderes, als dass wieder einmal mindestens ein halbes Jahrzehnt ins Land gehen wird, bis vielleicht überhaupt einmal der erste Bagger anrückt", so Broz. Noch Ansicht der UWG werde jetzt auch klar, warum Olfens Bürgermeister diese, so weit nach Ahsen ausreißende Trassenführung der K 9 n gewählt habe. Offensichtlich sei dieser Wurmfortsatz schon als Teilstück der B 474 n vorgeplant, obwohl ein sofortiges Durchziehen bis zur Kökelsumer Straße nicht nur den Olfener Bürgern eine deutlichere Entlastung gebracht hätte, sondern auch den Verkehr zum geplanten Naturbad hätte aufnehmen können. Wenn ein Privathaushalt so handelte wie die CDU-Politiker im Straßenbau, wäre es, als würde sich ein völlig verschuldeter Hausbesitzer, der den Kuckuck auf allen Möbeln kleben hat, um die Anschaffung eines PS-starken Sportwagens bemühen, resümiert die UWG mit Blick auf leere Staatskassen und die erneute Durchkreuzung der Pläne des Olfener Bürgermeisters. -
Quelle: Ruhrnachrichten Olfen, 25. März 2006