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Olfen - Steht die B 474 n wieder auf? Wenn es nach dem Wunsch von Landrat Konrad Püning (Foto l.), Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann (Foto m.)und Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann (Foto r.), wäre dies sicherlich weiterhin die beste Lösung
Wie sie auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Lüdinghausen erklärten, werde man auch weiterhin gemeinsam für die durchgehende B 474 n kämpfen. "Bei einem Gespräch im Ministerium in Düsseldorf hat man uns zwar erklärt, die Landesregierung stehe hinter der B 474 n, doch glaube man dort nicht, dass der Bund den Bundesverkehrswegeplan noch einmal vor 2012 öffnen werde", so Konrad Püning. Die Chancen wären gleich null.
Unterstützung
Auf Drängen der letzten Landesregierung wurde die B474n aus dem vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan gestrichen. "Das Ministerium will uns aber bei unseren Bemühungen unterstützen." So werde es einen Termin beim Bundesverkehrsministerium vermitteln. Püning: "Dies soll zeitnah geschehen."
Bei diesem Gespräch wolle man noch einmal alles versuchen, die B474n doch wieder in den Bundesverkehrswegeplan zu bekommen." Während Richard Borgmann dem Gespräch in Berlin durchaus optimistisch entgegensieht, will Josef Himmelmann nicht so Recht an einen Erfolg glauben.
Konrad Püning betonte, der Kreis und Lüdinghausen ständen auch hinter den Plänen in Olfen, die K 9 n zu bauen. "Für uns ist es wichtig, dass sie auf der Trasse der B 474 n gebaut wird, damit die Straße auch weiterhin möglich ist." Erklärungen von anderen Gruppen, mit denen ein Keil zwischen Olfen, Lüdinghausen und den Kreis getrieben werden solle, entbehrten jeder Grundlage.
Bei dem Gespräch in Düsseldorf wurde auch eine Alternativlösung angesprochen, sollte die B 474 n nicht doch noch zeitnah möglich sei. Püning: "Durch die K9n in Olfen wird die Lücke kleiner. Man müsse dann überlegen, wie man die Lücke bis Dülmen schließen könne." Das Ministerium in Düsseldorf habe so auch erklärt, man solle auch über örtliche Lösungen nachdenken."
K 8 n über die Stever
Wie Konrad Püning erklärte, wäre eine Möglichkeit die Weiterführung der K 9 n auf der B 474 n-Trasse als K 8 n über die Stever zur B58. "Wir haben so auch den Landesbetrieb Straßenbau gebeten, so eine Straße einmal durchzurechnen."
Doch Püning , Borgmann und Himmelmann wollen nun erst einmal das Gespräch in Berlin abwarten.
"Wir wollen dort eine verlässliche Aussage erhalten, mit der wir planen können", so Josef Himmelmann. Konrad Püning ergänzte, es gehe in Berlin auch nicht nur um Plan A (B 474 n) oder Plan B (K 8 n). "Denkbar wäre auch etwas dazwischen, wie zum Beispiel eine Vorfinanzierung."
Entlastung
Deutlich wurde bei dem Gespräch, Olfen, Lüdinghausen und der Kreis kämpfen gemeinsam für eine Lösung. Himmelmann: "Es wäre den Bürgern in Seppenrade sicherlich schwer zu erklären, eine Entlastung komme erst 2015." In Olfen habe man versucht, lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach zu haben. Aus diesem Grund hat man die Planung der K9n vorangetrieben. Den Politikern ist klar, dass sie von einigen Gruppen Widerstand zu erwarten haben. Püning: "Die Politikmehrheit im Kreis und in beiden Städten steht hinter den Plänen", so Püning. Dies sei auch bei der Bevölkerung so. "Die Mehrheitsverhältnisse im Land haben sich verändert. Nur deswegen haben wir eine neue Chance. Diese wollen wir nutzen, um für die Region eine gute Lösung zu erreichen." - HTW
Quelle: Ruhrnachrichten Olfen, 24. März 2006