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Olfen - Ein Beschluss des Regionalrates vom Montag (13.) bezüglich der Umgehungsstraße B 474 n hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Vor allem geht es um die Zukunft der Olfener Ortsumgehung K 9 n.
In dem von der CDU-Gruppierung im Regionalrat beantragten Beschluss wird ein Appell an den Bund und das Land gerichtet, die ursprüngliche Planung der B 474 n möglichst schnell wieder in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen. Noch unter der alten Landesregierung war die B 474 n weit nach hinten gestuft worden. Die veränderten Mehrheiten in Düsseldorf und Berlin haben zu dem neuen Vorstoß der CDU geführt.
Konkurrenz
Dies werten die Grünen nun als eine Gefährdung der Olfener K 9 n. In einer Pressemitteilung der Grünen-Fraktion im Rat der Stadt Lüdinghausen heißt es, Landrat Konrad Püning habe den Plan der K 9 n in gekippt. Die B 474 sei eher die Taube auf dem Dach als der Spatz (K 9 n) in der Hand. Die Olfener müssten nun noch viele Jahre lang 6000 Fahrzeuge in ihrem Ortskern ertragen, weil die B 474 n frühestens in 15 Jahren realisiert werden könnte.
"Das ist Blödsinn", kommentierte dagegen Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann gestern die Auffassung der Grünen. Es sei richtig, dass der Regionalrat seine bekannte Auffassung zur kompletten Lösung der B 474 n in einem Appell an die Landesregierung formuliert habe. Dies stehe aber nicht in Konkurrenz zur zeitnahen Planung der Olfener Ortsumgehung.
Noch am Donnerstag (16.), so Himmelmann, habe er in Düsseldorf ein Gespräch geführt, an dem hochrangige Beamte des NRW-Verkehrsministeriums, der Bezirksregierung sowie Landrat Püning und Lüdinghausens Bürgermeister Bernd Borgmann teilgenommen haben. Man sei sich einig in dem Wunsch einer durchgehenden Lösung gewesen. Dabei sei dahingestellt, wie schnell sich ein Bau der B 474 n realisieren lasse. Der Bundesverkehrswegeplan ist zunächst einmal bis 2012 beschlossen. Entscheidend, so Himmelmann, sei aber die Tatsache, dass alle, also auch der Kreis Coesfeld, an der Planung der K 9 n festhielten, denn: "Das eine schließt das andere nicht aus."
Das sieht auch Landrat Konrad Püning so: "Die Erklärung der Grünen ist grober Unfug. Wir wollen weiterhin die große Lösung. Denn die dient sowohl Olfen als auch Lüdinghausen", betont Püning. Aber die K 9 n stehe nicht im Widerspruch zur B 474 n. - mam
Quelle: Ruhrnachrichten Olfen, 18. März 2006