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Vor über 25 Jahren gründeten Brigitte Selig und Günter Utsch die Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Waltrop. In all den Jahren ist es ihnen gelungen, das Thema Umweltschutz auch in Waltrop immer wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Jetzt aber werden sie sich von der aktiven Arbeit im BUND verabschieden.
Diese Mitteilung machten die beiden engagierten Umweltschützer bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe. Aus beruflichen und privaten Gründen wollen sie sich vom aktiven Geschehen zurückziehen. Die Arbeit des BUND war vor Ort bereits seit geraumer Zeit verstärkt auf verschiedene Schultern verteilt worden. Hauptansprechpartner aber waren nach wie vor Brigitte Selig und Günter Utsch. Wer dies zukünftig sein wird, steht noch nicht fest. Das soll bei einer der nächsten Sitzungen beschlossen werden, da der Rückzug der beiden Ortsgruppen-Gründer für die meisten Mitglieder überraschend kam.
Nachdem in der Wintersaison die Pflege der so genannten Kopfbäume (Weiden) im Mittelpunkt der Aktivitäten stand, geht es in den nächsten Wochen wieder um Kröten, Frösche und Lurche.
Kröten-Zäune werden aufgestellt
Am Montag, 20. März, wird ab 16 Uhr der Krötenschutzzaun an der Löhringhofstraße aufgestellt. Die Vorrichtung soll Amphibien am Überqueren der Fahrbahn hindern und sie so vor dem sicheren Tod durch Überfahren retten. Sollte es nach der langen Frostperiode endlich wärmer werden, ist mit einem plötzlichen Einsetzen der Krötenwanderung zu rechnen. Dafür will der BUND gewappnet sein. Erfolgreich läuft die Vermarktung des Streuobstwiesenapfelsaftes durch die Ortsgruppe. Als neuer Kunde konnte die Lutherschule gewonnen werden, die kleine Apfelsaftflaschen für Schüler und Lehrpersonal anbietet. Diesem Beispiel könnten weitere Einrichtungen folgen, so der Wunsch des BUND.
Aber auch auf politischer Ebene will sich der BUND wieder verstärkt zu Wort melden. In Arbeit ist eine Stellungnahme der Ortsgruppe zum geplanten Kraftwerksneubau in Datteln. Aktiv setzen sich die Umweltschützer gegen den Bau der B 474n ein. Zur Unterstützung möglicher Klagen gegen das umstrittene Projekt wurden finanzielle Rücklagen gebildet. Auch der Erhalt der Rieselfelder als wichtiger Freiraum hat oberste Priorität beim BUND. -berg
Quelle: Waltroper Zeitung, 16. März 2006