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Für die Waltroper SPD bietet das Anfang der Woche vorgestellte Gutachten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) zum newPark keine Grundlage für eine neue Diskussion über die Erschließung der Rieselfelder.
Zu diesem Ergebnis kommen Fraktionschef Jürgen Siebert und Parteivorsitzender Klaus Beie im Anschluss an die Vorstellung des Gutachtens, das bis 2024 zwischen 13 000 und 23 000 Arbeitsplätze im newPark prognostiziert, in der Emscher-Lippe-Konfernez am Mittwoch in Gelsenkirchen. Hier hatte RWI-Präsident Prof. Dr. Christoph Schmidt das Gutachten vorgestellt. "Prof. Schmidt hat in seinem Vortrag mehrfach darauf hingewiesen, dass seine Aussagen bezogen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen immer in der Abhängigkeit zu sehen sind, dass die im newPark-Handbuch gemachten Vorgaben auch tatsächlich so eintreffen", so Klaus Beie.
Für die Waltroper SPD gebe es daher keinen anderen Kenntnisstand als vor der Veranstaltung. "Das Handbuch haben wir schon immer als Grundlage unserer kritischen Auseinandersetzung mit dem newPark Modell angesehen", betonte Klaus Beie.
Die SPD könne eine Zerstückelung der Rieselfelder bei so vielen vorhandenen Brachflächen im Ruhrgebiet auch weiterhin nicht akzeptieren, ergänzte Jürgen Siebert. Ein Sprecher der IKZ ? interkommunale Zusammenarbeit von 22 Kommunen, u. a. Dortmund ? habe in diesem Zusammenhang auf die 400 ha große Industriebrache der Westfalenhütte Dortmund, die einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden soll, hingewiesen. "Das Rieselfeldprojekt steht diesen Bemühungen entgegen", stellte Siebert fest. Das Gutachten zur Entwicklung von newPark habe, so Klaus Beie, vor allem viele neue Fragezeichen hinterlassen: "Die IHK hat sich über das Ergebnis des von ihnen bestellten und bezahlten Gutachtens freuen können, für einen Waltroper Zuhörer bleibt vor allem der Satz von Prof. Dr. Christoph Schmidt prägend: 'Es kann auch alles anders kommen'". -kö
Quelle: Waltroper Zeitung, 10. März 2006