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Skeptiker in konstruktiven Gesprächen überzeugen 10. März 2006


Sternemann: Grüne sollen ihre "ideologische Mauer überwinden". Beckmann: Zweifel an den prognostizierten Daten

Mit großer Skepsis bewertet die Wählergemeinschaft Die Grünen das Gutachten des Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wirtschaftsforschung und die darin enthaltenen prognostizierten Daten über den New Park.

Theo Beckmann, Sprecher der Grünen im Hauptausschuss, zog sich den Zorn der übrigen Fraktionen und des Bürgermeisters auf sich, als er sagte, dass die Zahlen in diesem bunten Papier lediglich auf Annahmen basierten und dass dieses Gutachten höchstens das widergeben würde, was die Auftraggeber gern sehen und hören wollten.

Zuvor hatte Wirtschaftsförderin Dr. Petra Bergmann dem Ausschuss dieses Gutachten, über das die WAZ bereits ausführlich berichtet hat, vorgestellt und dabei noch einmal betont, dass der New Park bei besten Voraussetzungen mehr als 20 000 Arbeitsplätze bringen werde. Die Bauphase (Investitionsvolumen 1,7 Milliarden Euro) werde sich über mehrere Abschnitte bis ins Jahr 2023 erstrecken.

Bürgermeister Wolfgang Werner bezeichnete das New-Park-Projekt als einzige Chance, "um aus unserer Finanzmisre herauszukommen." Kritikern, die an der Vermarktung des Areals zweifeln, hielt er entgegen, dass es durchaus Interessenten gäbe und nannte ein Beispiel eines Investors, der für sein Vorhaben eine Fläche von 33 Hektar benötige.

Auf die Kritik der Grünen eingehend sagte er: "Wenn sie bei ihrer Haltung bleiben, dann geht in dieser Region das Licht aus." Wilm Sternemann (CDU) forderte die Grünen auf, die "ideologischen Mauern ´mal zu überwinden."

CDU-Fraktionschef Dr. Horst Conrady forderte ebenso wie Hans-Peter Müller (SPD) dazu auf, alles zu tun, um Solidarität in der Region zu erreichen. Mit Blickrichtung auf die Nachbarstadt Waltrop, in der die Vermarktung der landwirtschaftlich genutzten Rieselfelder abgelehnt wird, regten beide an, konstruktive Gespräche mit den dortigen Skeptikern zu führen, um Zweifel an der Notwendigkeit des New-Park-Projektes zu beseitigen.


Quelle: WAZ Datteln, 10. März 2006