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Debatte über das Kraftwerk ist Verdienst der Grünen, meint Markus Weßling
Die Meinung der Grünen zum geplanten E.ON-Kraftwerk muss man nicht teilen. Eines ist jedoch anzuerkennen. Es ist ein Verdienst der Wählerinitiative, dass sie in den vergangenen Wochen die Dattelner Bürger immer wieder darauf aufmerksam gemacht hat: Sie haben das gesetzlich verbriefte Recht und auch die Möglichkeit, Einfluss auf den Kraftwerks-Bau zu nehmen.
Weder dieses Verhalten in Sachen Kraftwerk noch die Skepsis bezüglich des "newPark" macht die Grünen automatisch zu Miesepetern, wie ihnen Vertreter anderer Fraktionen im Hauptausschuss vorwarfen. Die Argumente der Wählergemeinschaft sind es zumindest wert, dass man sich damit auseinandersetzt.
Die Stadt und die großen Parteien wollen sich unterdessen nicht dem Vorwurf aussetzen, etwas zu verheimlichen, und gehen zunehmend offensiv mit dem Thema Kraftwerk um: Eine Versammlung ist für Mai geplant. Diese Linie kann für die Bürger nur von Nutzen sein. Sie sollten die Chance, sich einzubringen, auch ergreifen.
Die Grünen aber müssen jetzt aufpassen, dass sie sich nicht in einem Kleinkrieg über die Frage verzetteln, wer wo wann warum welche Planungsunterlagen (nicht) kopieren oder ausleihen durfte. Bei dieser Diskussion würden sie vermutlich am Ende nur den Kürzeren ziehen, und in der Sache bringt sie nichts.
Quelle: Dattelner Morgenpost, 10. März 2006