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Die Klage dieser Zeit -
"Alles wird teurer . . ." -
erhält zwei neue Grundlagen: Der Hauptausschuss der Stadt setzte gestern die Gebühren für die Abwasserbeseitigung und die Müllabfuhr herauf.
Für die Entsorgung des Schmutzwassers müssen Hausbesitzer (über die Umlage auch die Mieter) vom neuen Jahr an 2,74 Euro bezahlen, gegenüber dem derzeitigen Tarif (2,14 E) eine Steigerung von 28 Prozent (die WAZ berichtete bereits). Die u. a. wegen der Umbauarbeiten am Dattelner Mühlenbach gestiegenen Beiträge an den Lippeverband, aber auch die heraufgesetzte Abwasserabgabe an das Land sind der Grund.
Teurer wird im nächsten Jahr auch die Müllabfuhr. Dort wurden im Vorjahr bereits Mehreinnahmen aus zurück liegenden Jahren berücksichtigt, um eine Erhöhung in 2005 zu vermeiden. Derartige Rücklagen sind nun aufgebraucht, so dass eine Erhöhung unvermeidbar war. Die Gebühr für die 60-
Liter-
Tonne steigt ab 2006 von derzeit 86 auf 92,24 E. Die Abfuhr der 120-
Liter-
Tonne kostet künftig 184,45 E (statt 172 E; 240 Liter: 368,96 E/344 E, 1 100 Liter-
Behälter 1 690,76 E/1 548 E).
Für die Müllabfuhr wie für die Abwasserbeseitigung gilt das Prinzip der Kostendeckung, das heißt in jedem Jahr werden die tatsächlichen Kosten errechnet und die Gebühren -
so oder so -
entsprechend angepasst. Deshalb stimmten die Sprecher aller Fraktionen zu -
"schweren Herzens für alle," wie Bürgermeister Wolfgang Werner betonte: "Die ´zweite Miete´ wird immer teurer, es ist für den Bürger schwer nachzuvollziehen."
Das Kostendeckungsprinzip gilt auch für die Straßenreinigung, deren Gebühr mit 1,76 E im Jahr pro Frontlänge des Grundstücks auch 2006 konstant bleibt. Lediglich beim Winterdienst gibt es Aufschläge je nach Dringlichkeitsstufe der Straße zwischen 0,05 und 0,08 E, weil die Kosten für den Streu-
und Räumdienst im zurück liegenden Winter mit 68 104 E die höchsten seit Jahren waren (Vergleich Winter 2000: rund 25 000 E).
Mit einem Geschäftsordnungsantrag wurde ein langes Statement von Theodor Beckmann (Die Grünen) zur B 474 n beendet. Mit Beckmanns Gegenstimme wurde die (positive) Stellungnahme der Stadt Datteln im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens weitergereicht. wry
Quelle: WAZ Datteln, 8. Dezember 2005