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KOMMENTAR An der so genannten "Gemeinsamen Erklärung zum geplanten Neubau der B 474n" gibt es eigentlich nichts zu deuteln. Darin heißt es wörtlich: Die Ortsumgehung Datteln von L 609 bis B 235 hat einen eigenen Verkehrswert. Sie präjudiziert die Weiterführung nach Süden auf dem Gebiet der Stadt Waltrop nicht. Die Bürgermeisterin Anne Heck-
Guthe gesteht damit also zu, dass die B 474n Datteln auf jeden Fall nutzt. Deren Verlängerung bis zur Autobahn A 2/A 45 stellt sie aber infrage.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung verlangt nun aber genau das Gegenteil. Lautet sein Beschluss doch: Die Stadt Waltrop fordert die gemeinsame Planung und zeitgleiche Umsetzung der Abschnitte Datteln/Olfen und Waltrop, da der Abschnitt Datteln/Olfen keinen eigenständigen Verkehrswert besitzt.
Baut nämlich Datteln seine Ortsumgehung nur bis zur Anschlussstelle an der Münsterstraße, kommt dieser so genannte Dattelner Stummel Waltrop gehörig in die Quere. Denn dann nimmt der Verkehr auf der Waltroper Hauptverkehrsader noch viel stärker zu.
Die von der Bürgermeisterin gewollte Bürgerbefragung würde damit zu einer Farce.
Denn Waltrop braucht die B 474n dann so oder so.
Quelle: WAZ Waltrop, 7. Dezember 2005