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B474N.DE > Presse > Jahr 2004 >
Waltrop murrt über die Trasse 3. Dezember 2005


"Gegen den Willen der Stadt Waltrop wird die B 474 n nicht gebaut." Das ist die Meinung von SPD-Fraktionsleiter Jürgen Siebert, und er betonte sie gleich mehrmals im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr. Waltrop bestehe, so Siebert, auf Einhaltung der so genannten "Düsseldorfer Erklärung" und damit auf den Bau einer Trasse weit ab vom Stadtgebiet.

Zwar moderat formuliert, aber eindeutig sprach sich der Fachausschuss daher gegen den vorzeitigen Bau des "Dattelner Stummels" in der geplanten Variante aus. Diesem Teilstück der B 474 n von der Münsterstraße (L 609) bis zur Olfener Straße (B 235) wird in Waltrop ein eigenständiger Verkehrswert abgesprochen. "Aber nur mit diesem eigenen Verkehrswert lässt sich dieses Bauvorhaben begründen", erklärte Stadtplaner Andreas Scheiba. Damit rüttelt Waltrop an die Grundfesten der jetzt vorgelegten Planung, mit der der vorzeitige Bau der Trasse im Raum Datteln vorangetrieben werden soll.

Das hat zwei entscheidende Gründe, wie der Ausschuss in seinem Beschluss deutlich machte. Die Stadt Waltrop sieht durch die jetzt geplante Anbindung der B 474n an die Münsterstraße die "Düsseldorfer Erklärung" nicht erfüllt. Darin hatten die Städte Waltrop und Datteln, der Kreis Recklinghausen und die Landesregierung ihre grundsätzliche Bereitschaft zum Bau der B 474n erklärt. Allerdings nur bei einem Trassenverlauf, der sich weit vom Stadtgebiet Waltrops entfernt. Diese Erklärung sieht daher eine westliche Umgehung der Siedlung "Im Bruch" an der Münsterstraße vor. Dieser Forderung wird mit der vorliegenden Planung nicht nachgekommen.

Mehrbelastung befürchtet

Darüber hinaus fordert die Mehrheit im Rat eine einheitliche Planung für die gesamte B 474 n, für die Trasse von der A2 in Mengede bis zur B 235 bei Datteln. Und dazu gehört für die Kommunalpolitiker auch eine Umsetzung des gesamten Bauvorhabens an einem Stück. Es wird befürchtet, dass der Bau nur des Dattelner Teilstücks eine Mehrbelastung für Waltrops Straßen bringen könnte. "Die verkehrlichen Auswirkungen auf Waltrop sind nicht hinreichend berücksichtigt worden", heißt es dazu in der Stellungnahme der Stadt. Die Planung bringe Chaos nach Waltrop, so Christoph Ribbrock (CDU). -berg


Quelle: Waltroper Zeitung, 3. Dezember 2005