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Die Planungen zur B 474n im Abschnitt Münsterstraße bis B 235 entsprechen nicht der so genannten "Düsseldorfer Erklärung". Das beklagt die Stadt Waltrop in einer Stellungnahme im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zum Dattelner Teilabschnitt der B 474n. Sie fordert daher die Umplanung der Anbindung an die Münsterstraße.
Von Karl-Heinz Schomberg
Mit der "Düsseldorfer Erklärung" hatten Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe, ihr Dattelner Kollege Wolfgang Werner sowie der ehemalige Verkehrsminister Dr. Axel Horstmann und Landrat Jochen Welt im Mai 2005 ihr grundsätzliches Einverständnis zur Planung der B 474 n erklärt. Dazu wurden Eckpunkte des zukünftigen Trassenverlaufs festgelegt. Einer dieser Eckpunkte beinhaltet, dass die Trasse westlich der Bebauung "Im Bruch" den Datteln-Hamm-Kanal überquert und eine Verknüpfung mit der L 609 im Bereich der Stadtgrenze erfolgt. Durch die jetzt vom Landesbetrieb Straßen vorgelegte Planung ist dies nicht möglich. Nun erfolgt die Anbindung östlich der Bebauung "Im Bruch". Um der "Düsseldorfer Erklärung" gerecht zu werden, müsste beim Bau des Waltroper Abschnitts ein kompletter Rückbau dieses Knotenpunktes erfolgen.
Die Stadt Waltrop regt an, eine Verbindung mit der Münsterstraße zu planen, "die mit möglichst geringem Aufwand auf die Fortführung der Straße zur A2/A45 anpassbar ist". Einzig sinnvoll sei daher der Bau eines Kreisverkehres, der allerdings gänzlich neu geplant werden müsste, da er nicht Bestandteil der jetzt vorliegenden Unterlagen ist.
Kritisch sieht die Stadt zudem, dass der Bau des Dattelner Abschnitts zeitlich vorgezogen werden soll. Sinnvoll sei es aus Sicht Waltrops, wenn mit dem Bau der beiden Abschnitte in etwa zeitgleich begonnen würde. Befürchtet wird, dass ansonsten der Verkehr auf der L 609 (Münsterstraße/Leveringhäuser Straße) zunehmen könnte. Die Pläne zur B 474n, die zur Zeit im Rathaus ausliegen, sind Thema in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr am 2. Dezember.
Quelle: Waltroper Zeitung, 23. November 2005