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Rückgrat beweisen und immer ein offenes Ohr für die Bürger 29. September 2005


Festigkeit fordert der neue SPD-Vorsitzende Klaus Beie von seiner Partei ein. "Solche Festigkeit hat zum Beispiel unsere Position zum New Park bestimmt", sagte Beie. Das Industrievorhaben im Lippetal mit Steuervergünstigen für Firmen und Sondertarifen für Beschäftigte lehnt die SPD in Waltrop generell ab.

"Wir sollten auf eine solide Kommunalpolitik setzen und den Bürgern zuhören", sagte der 53-Jährige. Es sei falsch, nur nach Innen zu schauen. Die SPD sollte sich noch mehr öffnen. Lokale Bündnisse für Familien will der SPD-Vorsitzende zum Beispiel bilden und ehrenamtliche Arbeit mehr würdigen.

Er wolle als Vorsitzender nicht nur Ideengeber, sondern Ideensammler in einem guten Team sein, wandte sich der Studiendirektor kurz vor seiner Wahl den SPD-Mitgliedern in der Stadthalle zu. Diese statteten ihn mit einem großen Vertrauensvorschuss aus. Beie erhielt bei seiner Wahl 104 von 111 Stimmen (die WAZ berichtete). Er erzielte damit das seit langem beste Ergebnis bei einer Vorsitzendenwahl im SPD-Stadtverband.

Die Festigkeit in den Positionen, die Beie forderte, sprach auch seine Vorgängerin Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe an. "Unsere entschiedene Haltung bei der Bundesstraße B 474n hat dazu geführt, dass wir gemeinsam mit Landrat Jochen Welt eine neue Linienführung für diese Straße erreicht haben", sagte die Bürgermeisterin. Die Bundesstraße werde nun keine vierspurige Autobahn werden. "Die neue Linie werden wir uns bei einer Bürgerbefragung bestätigen lassen und mit den Gegnern darüber reden", sagte die Bürgermeisterin.

Gespräche mit den Bürgern gehörten zum Erfolgsrezept der SPD in Waltrop. "Wir haben aus gutem Grund unsere Bürgersprechstunde an jedem zweiten Samstag an der Stadthalle eingerichtet", sagte die Bürgermeisterin. Das zahle sich genauso aus wie in den jüngsten Wahlkämpfen die Besuche der SPD-Kandidaten an den Haustüren der Wähler. "Wir sind wieder stärkste Kraft im Rat. Wir stellen die Bürgermeisterin, unser Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe hat ein so gutes Ergebnis erzielt, weil er mit den Leuten selbst geredet hat und nicht auf Auftritte der Politprominenz gesetzt hat", zog die scheidende SPD-Vorsitzende ihr Fazit.


Quelle: WAZ Waltrop, 29. September 2005