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Mit "Argusaugen" sei das weitere Verfahren in Sachen B 474 n zu beobachten. Das empfahl Bürgermeister Willi Scheffers im Ausschuss für Umwelt und Verkehr. Begeisterung für dieses in Waltrop umstrittene Projekt versprühte er keinesfalls angesichts der Tatsache, dass die Planungsbehörde beim Trassenverlauf keine Bewegung zugunsten der Stadt Waltrop gezeigt hat.
"Der geplante Verlauf der Straße kann nicht auf ungeteilte Gegenliebe stoßen", sagte Scheffers und fügte hinzu: "Die Stadtentwicklung im Westen wird dadurch abgeschnitten."
Lars Holtkamp (GLW) forderte denn auch eine frühzeitige und umfassende Information der politischen Gremien über neue Entwicklungen in Sachen B 474 n. Schließlich gehe es auch um Einspruchsmöglichkeiten der Stadt gegen den geplanten Bau, die frühzeitig abgestimmt werden müssten. Nur so habe die Stadt die Möglichkeit, auf das Verfahren einzuwirken.
Ein Vertreter des mit der Straßenplanung beauftragten Landesbetriebes Straßen NRW in Bochum war zur Ausschusssitzung trotz Einladung nicht erschienen. Eigentlich sollte das Verkehrsgutachten zum Neubau erläutert werden, das mittlerweile auch der Stadt vorliegt.
Erheblich früher als die Verwaltung war der Verein Pro Waltrop, der sich gegen den Bau der jetzt geplanten Trasse ausspricht, im Besitz des Zahlenwerkes. Das hatte für Irritationen gesorgt. Offensichtlich war bei der Bochumer Behörde niemand auf den Gedanken gekommen, gleichzeitig auch der Stadt ein Exemplar zukommen zu lassen. "Diese ungeschickte Handhabung aus Bochum erweckt den Eindruck, die Stadt wird nicht hinreichend ernst genommen," so Willi Scheffers.
Die Planfeststellungsunterlagen zur B 474n sind zwar vom Bundesverkehrsministerium abgesegnet worden, müssen aber noch zur Bezirksregierung nach Münster, berichtete Scheffers zum Stand des Verfahrens. Die dortige Planfeststellungsbehörde übersendet die Unterlagen dann zur Offenlegung nach Waltrop.
Offenlegung im nächsten Frühjahr
Das soll irgendwann im Frühjahr der Fall sein. Was aber noch fehlt, ist der Abgleich des Landespflegerischen Begleitplans mit dem Ministerium. Scheffers: "Das bringt aber keine Änderungen an der Straßenplanung selbst." Es bleibt bei der Trassenführung und dem vierspurigen Ausbau.
Von der geplanten Offenlegung im Frühjahr 2004 bis zum Planfeststellungsbeschluss, der Baugenehmigung, dauert es zwei Jahre, so die Auskunft aus Bochum. Die Bauzeit für die Brückenbauwerke und Unterführungen wird ebenfalls zwei Jahre dauern. Erneut zwei Jahre wird der Bau der eigentlichen Trasse in Anspruch nehmen, schilderte Scheffers den weiteren Zeitplan. -berg
Waltroper Zeitung - 03. 12. 2003
Quelle: Waltroper Zeitung, 4. Dezember 2003