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Einstimmig grünes Licht gab am Donnerstag der Stadtrat für die Westumgehung Olfen, die ab 2006 gebaut werden kann. CDU, SPD und FDP stimmten erwartungsgemäß dafür.
Gegenstimmen konnte es nicht geben, da UWG und Grüne (entschuldigt) fehlten. Die UWG hatte bereits im Vorfeld angekündigt, aus Protest der Ratssitzung fernzubleiben.
Alle anwesenden Fraktionen lobten die nun gefundene Lösung, die aus zwei Teilen besteht: Die Westumgehung zwischen abknickender B 235 und Eversumer Straße soll zusammen mit einer "Wohnsammelstraße" in Richtung der westlichen Baugebiete die innerstädtischen Straßen vom Verkehr deutlich entlasten. Außerdem würde über diese Trasse viel Durchgangsverkehr um Olfen herumgeleitet. Die Anlieger von Eckernkamp, Bilholt-/Funnenkamp- und Eversumer Straße werden so eine deutliche Entlastung spüren, besagt das Verkehrsgutachten des IVV-Büros Aachen. Der Lkw-Anteil in den Ortsdurchfahrten würde klar reduziert.
"Nach der Herabstufung des Teilstücks Olfen der B 474 n haben CDU, SPD und FDP intensiv nach einer Lösung gesucht. Die Kontakte der SPD nach Düsseldorf und Berlin haben viele Türen geöffnet", so Bürgermeister Himmelmann. Das Land NRW hat sich bereit erklärt, die 2,4 Mio E teure Westumgehung mit 75% zu bezuschussen. Die Restsumme wird vom Kreis an die Stadt weitergegeben, so dass Olfen 600 000 E zu zahlen hat. "Diese Summe müssen wir nun in den nächsten drei Jahren im Haushalt bereitstellen", so Himmelmann.
Die 1,7 km lange Westumgehung (sie entspricht dem Südabschnitt der B 474 n-Trassenführung) wird als Kreisstraße gebaut und trägt den Namen K 9 n. Das n steht für neu, denn das Teilstück Eversumer Straße (K 9) zwischen Kreisverkehr und Einmündung Westumgehung wird von einer Kreis- zur Gemeindestraße herabgestuft (und soll weiter verkehrsberuhigt werden).
Die neue Westumgehung soll über Anknüpfungspunkte zum Springenkamp und über Lärmschutzwälle (obwohl nicht vorgeschrieben) verfügen. Die Straße ist 6,5 m breit (B 474 n: 8 m) und verfügt über einen 2,25 m breiten Fuß-/Radweg. Jetzt soll das entsprechende Bebauungsplanverfahren (mit Bürgerbeteiligung) sowie der Grundstückerwerb eingeleitet werden.
Mittelfristig ist die Schaffung einer neuen Wohnsammelstraße zwischen Westumgehung und Kökelsumer Straße im Zuge der weiteren wohnbaulichen Entwicklung Olfens vorgesehen.
Den alternativen UWG-Antrag auf Schaffung einer westlichen Erschließungsstraße mit Umgehungsfunktion lehnte der Rat ab. Himmelmann: "Die Kosten dafür von 2,3 Mio E hätte die Stadt ganz allein tragen müssen. Die Verkehrsentlastung wäre niedriger. Außerdem bringt eine solche Straße den Verkehrslärm nur näher an die Baugebiete heran." Dre
Quelle: WAZ Olfen, 29. November 2003