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Olfen - Jens Matheuszik, Pressesprecher der SPD Olfen, zeigt sich zufrieden über die Ratssitzung: "Nachdem die SPD schon im Juni davon ausgegangen ist, dass die B 474 n Olfen keinesfalls eine höhere Priorität erhalten wird, hat die SPD-Fraktion damals in ihrem Antrag darauf gedrungen, nach anderen Wegen zu suchen. Die SPD-Variante einer örtlichen Westumgehung wurde jetzt einstimmig befürwortet, was uns sehr freut."
Schließlich, so erklärt er weiter, habe die SPD Olfen sich schon immer für eine solche Lösung ausgesprochen, die nach SPD-Meinung tragfähiger und außerdem auch realistischer sei. Das Gutachten der IVV-Gruppe bestätige jetzt noch einmal die SPD-Argumente, wie der Pressesprecher betont: "Gerade die Dattelner Straße und der Eckernkamp werden nach den Planungen einer Westumgehung mitsamt der angedachten Wohnsammelstraße deutlich entlastet", wobei er extra darauf hinweist, dass "dadurch auch mehr Entlastung erreicht wird als mit der alten B 474 n-Planung, gegen die sich die SPD Olfen ja stets ausgesprochen hat."
Die UWG-Entscheidung, dem Rat fernzubleiben, wird jedoch kritisch gesehen: "Es gehört nun einmal zur Demokratie, dass man in den gewählten Gremien aktiv Stellung bezieht, dass man hier den demokratischen Wettstreit der Ideen austrägt, um dann für das Gemeinwohl die beste Lösung zu finden", so Jens Matheuszik.
Man könne das ganze Verfahren auch nicht undemokratisch nennen, denn "die Verwaltung ist dem Juni-Beschluss gefolgt und hat Lösungen gesucht. Es ist geradezu Ironie, dass in der UWG-Erklärung eine Ratssitzung gefordert wird, in der der neueste Stand der Dinge bekannt gegeben wird, und dann just diese Sitzung boykottiert wird." Dahingehend vermutet er jedoch, dass "die UWG anscheinend nicht zufrieden war, dass ihr Antrag nicht die gefundene Lösung darstellte. Deswegen die Sitzung zu boykottieren, lässt einen glatt zynisch werden und vermuten, dass UWG für ,Unser Wille Geschehe" steht."
Auch hätte die UWG in der Sitzung - wie es eigentlich üblich ist - ihren eigenen Antrag vorstellen, das Für und Wider mit den anderen Ratsmitgliedern austauschen und sich dabei auch direkt auf die IVV-Gutachten stützen können.
Ruhr Nachrichten - 28. 11. 2003
Quelle: Ruhrnachrichten Olfen, 29. November 2003