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B474N.DE > Presse > Jahr 2002 >
Landrat Schnipper antwortet auf die Haushaltskritik aus Datteln 29. November 2003


Mit Verwunderung habe er die "Pressebegleitung" von Wolfgang Werner zum Kreishaushalt zur Kenntnis genommen, besonders die aufgeworfene Solidaritätsfrage, stellt jetzt Landrat Jürgern Schnipper fest.

In einem Schreiben an den Bürgermeister heißt es, man sei sich wohl einig, dass die Haushaltsmisere der Stadt Datteln nicht durch den Kreis, sondern durch die katastrophale Wirtschafts-, Finanz- und Haushaltspolitik des Bundes und des Landes verursacht worden sei. "Deshalb demonstrieren Sie ja zusammen mit den anderen Bürgermeistern und unterzeichnen zusammen auch mit mir Resolutionen."

Was die angemahnte Solidarität des Kreises mit den Städten (WAZ berichtete) betrifft, wartet der Landrat in seinem Schreiben mit Zahlen auf: "1999 betrug die Kreisumlage 256,7 Mio E, jetzt sind wir bei 226,7 Mio E. Der Kreis hat seine VEW-Aktien verkauft. Erlös rund 38 Mio E. Davon sind als Vorwegmaßnahme 2001 den Städten rund 10,2 Mio E primär für Schulsanierungen zur Verfügung gestellt worden. Auf Datteln entfallen gemäß Umlageschlüssel (5,6 %) rund 573 000 E."

Darüber hinaus habe die stadt Datteln für Strukturpolitik noch ein Budget von rund 1,1 Millionen Euro bekommen. Schnipper resümiert an dieser Stelle: "Ohne dieses Geld des Kreises hätte der Bürgermeister nicht zur Expo-Real fahren können, gäbe es keinen Wasserwanderrastplatz am Dattelner Meer und keine Beteiligung an der New-Park-Gesellschaft."

Durch die neue Aula am Berufskolleg des Kreises, so der Landrat, sei eine Einrichtung geschaffen worden, "die auch den gesellschaftlichen Gruppen der Stadt dient und gerne angenommen wird."


Quelle: WAZ Datteln, 29. November 2003