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Olfen - Der erste Schritt zum Bau der westlichen Umgehungsstraße ist getan. Einstimmig beschloss der Rat gestern Abend, mit der Planung der K9n zwischen B235 und K 9 zu beginnen. UWG und Grüne nahmen an der Ratssitzung nicht teil.
Die neue Westumgehung soll die innerörtlichen Straßen der Steverstadt erheblich entlasten. Sylke Schwarz vom Verkehrsplanungsbüro IVV aus Aachen trug die Hochrechungen für das Jahr 2015 vor. Demnach wäre mit einer erheblichen Belastung des Ortskerns zu rechnen, sobald die B474n von Norden und Süden an Olfen herangerückt ist, was in einigen Jahren geschehen wird. Dem könne die K9n entgegenwirken. Eine komplette B474n (inclusive Olfener Teilstück, das nicht mehr im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans steht) hätte zwar noch etwas mehr Entlastung gebracht, allerdings auch mehr Fernverkehr angelockt.
Aus diesem Grund bezeichneten die drei Fraktionsvorsitzenden Christoph Kötter (CDU), Reiner Matheuszik (SPD) und Claus Bunte (FDP) die nun gefundene Lösung als einen guten Kompromiss, bei dem "alle Federn lassen mussten" (Matheuszik), der aber das zurzeit Machbare in Interesse der Bürger bedeute.
In dem Ratsbeschluss wird die Verwaltung beauftragt, auf die Herausnahme des Olfener Südabschnitts aus der B474n hinzuwirken, damit auf dieser Trasse die K9 n gebaut werden kann. Die Verwaltung soll die planungsrechtlichen Dinge in die Wege leiten und die Mittel in den Haushalt einplanen. Das Land fördert 75 % der Baukosten von 2,4 Millionen " . Den Rest muss die Stadt übernehmen. Um diese 600000 " aufzubringen, so Bürgermeister Josef Himmelmannn, bedürfe es eines großen Kraftaktes.
Der Alternativvorschlag der UWG, eine Erschließungsstraße näher am Ortskern zu bauen, wurde einstimmig abgelehnt. Diese Straße, so Planer und Verwaltung, wäre nicht als Umgehungsstraße förderfähig gewesen. Deshalb hätte die Stadt bzw. die Anlieger die Kosten von rund 2,3 Millionen " allein tragen müssen. Dies merkten vor allem die Christdemokraten kritisch an.
Außerdem setzte sich CDU-Ratsherr Heinrich Frenken mit dem gestrigen Fernbleiben der UWG auseinander: Die UWG dokumentiere damit, wie wenig ihr an einer demokratischen Auseinandersetzung in den dafür geschaffenen Gremien und damit an ihrem Wählerauftrages liege.
Lobende Worte fand hingegen der Bürgermeister in Richtung der größeren Oppositionsfraktion: "Ich kann mich nur bei der Olfener SPD bedanken, dass sie einige Türen für uns in Berlin und Düsseldorf geöffnet hat."mam
Ruhr Nachrichten - 27. 11. 2003
Quelle: Ruhrnachrichten Olfen, 28. November 2003