Startseite  |   Kontakt  |   Suchen  |   Links  |   Wir über uns   Aktuelles  |   Überblick  |   Datteln/Waltrop  |   Olfen  |   Archiv   


B474N.DE > Presse > Jahr 2002 >
Olfen soll Ortsumgehung West erhalten 24. November 2003


Olfen bekommt eine Ortsumgehung West. Baubeginn für die 1,7 Kilometer lange Kreisstraße K 9 n soll das Jahr 2006 sein. Die geplante Straße wird die B 235 mit der Eversumer Straße (K 9) verbinden. "Mit dieser Straße ziehen wir den Ost-West-Verkehr aus unserer überlasteten Innenstadt," kündigte Bürgermeister Josef Himmelmann am Donnerstag vor der Presse an.

Insbesondere die Eversumer- und Bilholtstraße sollen entlastet werden. Die CDU-Mehrheitsfraktion hatte bei vielfältigen Gesprächen mit Landes- und Bundespolitikern erkennen müssen, dass keinerlei Bereitschaft besteht die von ihr favorisierte B 474 n im Bundesverkehrwegeplan wieder heraufzustufen. "Somit sahen wir uns gezwungen, unsere zweite Strategie zu verfolgen, nämlich alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen", sagte der Verwaltungschef.

Zielsetzung sei die Entlastung der Innenstadt gewesen. Vereint suchten CDU, SPD und FDP ein Gespräch im NRW-Verkehrsministerium. Die Olfener SPD-Ratsherren Reiner Matheuszik und Marcus Vieting machten ihren Einfluss geltend, so dass sie gemeinsam mit Bürgermeister Himmelmann und Bauamtsleiter Sendermann die Gelegenheit bekamen, in einem Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Angelica Schwall-Düren, SPD-Landtagsabgeordneter Karl-Heinz Rusche und Ministerial-Dirigent Maatz die Dringlichkeit einer Westumgehung zu erläutern. "Aufgrund der zu erwartenden innerörtlichen Entlastung sieht sich das Land in der Lage, die Straße mitzufinanzieren," so Himmelmann.

Der überörtliche Verkehr Richtung Dülmen und Coesfeld wird weiterhin die B 235 und nachfolgend die B 474 n durch Seppenrade nutzen müssen. Aber: Alle Autofahrer, die die Ost-West-Richtung fahren, müssen dann nicht mehr durch die Olfener Innenstadt fahren.

Mit der schriftlichen Bestätigung der Förderungswürdigkeit der Straße bekam die Stadt den Auftrag in die Planungen einzusteigen. Mit dem Kreis Coesfeld, dem Träger der Maßnahme, wurde die Trasse geplant und eine Einschätzung der Verkehrswirkung erarbeitet. Der Bedarf wurde daraufhin vom NRW-Verkehrsministerium anerkannt und eine Einordnung ins Förderprogramm zugesagt. 75 Prozent der Kosten werden vom Land übernommen, 25 % wird die Stadt Olfen finanzieren müssen.

Das bedeutet bei Gesamtkosten von 2,4 Millionen Euro für die Steverstadt eine Eigenleistung in Höhe von rund 600 000 Euro.

FDP-Vorsitzender Claus Bunte zeigte sich froh darüber, dass zumindest ein Teilstück der favorisierten B 474 n realisiert wird. "Obwohl uns die verbleibende Lücke sehr ärgert." Ebenso positiv bewertet SPD-Ratsherr Matheuszik die geplante Trasse. Höchste Priorität hat für ihn die zu erwartende Entlastung der Innenstadt.

Die Pläne zur neuen Kreisstraße (im oben abgebildeten Straßenplan zu sehen) werden dem Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 27. November, zur Abstimmung vorgelegt.


Quelle: WAZ Olfen, 24. November 2003