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"Dort, wo die CDU geschlossen in den Wahlkampf geht, hat sie eine echte Siegeschance. Ich hoffe, dass von der Dattelner CDU das Signal der Geschlossenheit, der Einigkeit und des Siegeswillens ausgeht. Dann besteht eine gute Chance, das Ergebnis von 1999 zu wiederholen."
von Hartmut Salle
Ludger Samson, Versammlungsleiter und Kreisgeschäftsführer, stimmte zu Beginn des Stadtparteitages die Parteifreunde in der neuen Aula des Berufskollegs Ostvest auf die wichtigen Personalentscheidungen ein. Sie bildeten den Schwerpunkt des Parteitages. Zu installieren galt es den Kandidaten um das Bürgermeisteramt, sowie die Direktkandidaten für die Wahlbezirke bei der Kommunalwahl 2004. "Wir werden heute die Eckpfeiler christdemokratischer Politik setzen", betonte Stadtverbandsvorsitzender Dr. Jürgen Wutschka.
In einer kämpferischen Rede stellte sich mit Franz-Josef Joemann ein engagierter Kandidat um das Bürgermeisteramt mit klar formulierten Zielvorstellungen dem Stadtparteitag vor.
Entwicklungen ausgebremst
Dabei ging er seinen Kontrahenten und Amtsinhaber Wolfgang Werner frontal an: "Moderator wollte Wolfgang Werner sein, und die Stadt erneuern. Nichts ist eingetreten. Die Stadt war noch nie so hoch verschuldet wie in diesem Jahr. Erstmals haben wir in Datteln keinen genehmigten Haushalt. Das einzige, was der Bürgermeister im Sinn hat, ist seine zur Pensionssicherung erforderliche Wiederwahl."
Zielführende Entwicklungen der Stadt würden im Rathaus eher ausgebremst als beschleunigt. Das sei, so der 51-Jährige, ein Grund für seine Bewerbung um das Bürgermeisteramt: "Als Verwaltungschef und Bürgermeister ist eine wirtschaftlich kompetente Persönlichkeit gefragt. In den Fachbereichen muss die Arbeit messbar und bewertbar werden, und die Verwaltungsreform ist unverzüglich einzuleiten und umzusetzen"
Nicht länger verschleppt werden dürfe die Einführung des "Neuen Kommunalen Finanzmanagements" (NKF): "Ich verspreche mir davon positive Auswirkungen auf unseren Haushalt", so Joemann, und: "Spätestens bis 2008 muss das NKF eingeführt sein." Für ein erfolgreiches Verwaltungsmanagement sei es unverzichtbar, Überzeugungskraft zu entwickeln und zu vermitteln, sich von allem selbst ein Bild zu machen und dem Missbrauch von Macht entgegen zu wirken. Er werde Teamwork, durchsichtige Entscheidungsstrukturen, Berechenbarkeit, Ehrlichkeit und Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft ins Zentrum der Verwaltung stellen.
Überwältigendes Vertrauen
Von den 50 Wahlberechtigten gaben Joemann 40 ihre Stimme, sechs votierten gegen ihn, und vier enthielten sich. Nahezu durchweg einstimmig wurden die Direktkandidaten für die Wahlbezirke gewählt: Günter Gorzny (1), Ludger Möller (2), Anton Wolters (3), Karl-Heinz Eigenbrodt (4), Christel Agatz (5), Volker Wiegand (6), Alfred Eberle (7), Meinolf Neurohr (8), Franz-Josef Joemann (9), Thomas Benterbusch (10), Ludger Bialas (11), Hans-Wilm Sternemann (12), Dr. Adolf v. Röpenack (13), Pascal Rusche (14), Walter Deckmann (15), Dr. Horst Conrady (16), Maria Huxel (17), Peter Falk (18) und Dr. Jürgen Wutschka (19). Gemeinsam mit ihrem Bürgermeisterkandidaten wollen sie sich für eine Verbesserung der Infrastruktur, B 474 n, newPark und die Ortsumgehungen für Ahsen und Horneburg einsetzen. Auch der Standortvorteil einer Stadt im Grünen solle, so Joemann, künftig besser genutzt werden.
Dattelner Morgenpost - 23. 11. 2003
Quelle: Dattelner Morgenpost, 24. November 2003