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B474N.DE > Presse > Jahr 2002 >
Mehr Autos statt einer Entlastung 29. Oktober 2003


"Die Anwohner der Leveringhäuser Straße in Waltrop wurden bisher getäuscht und missbraucht." Das ist die Auffassung von Raimund Rothlübbers, Schatzmeister des Vereins "Pro Waltrop", der gegen den Bau der Umgehungsstraße B 474 n kämpft.

Rothlübbers bezieht sich dabei auf die dem Verein vorliegende "Ergänzende Verkehrsuntersuchung 2000/2002". "Statt einer Entlastung bringt die B 474 n nicht nur für die Anwohner der Leveringhäuser Straße eine Mehrbelastung", interpretiert Rothlübbers die ihm vorliegenden Zahlen aus der Untersuchung, die vom Landesbetrieb Straßenbau NRW in Auftrag gegeben wurde.

Demnach sei die Verkehrsbelastung auf der Leveringhäuser Straße von 1995 bis zur letzten Zählung in 2000 von 16 056 auf 14 923 Fahrzeuge täglich gesunken. Bei einem Bau der Umgehungsstraße B 474 n ohne "newPark", eine Industrieansiedlung in den Rieselfeldern, gehe die Prognose von nur noch 11 000 Fahrzeugen aus, allerdings sei dabei eine Verkehrsbelastung von 5 000 Fahrzeugen auf einer "unterstellten" K12 (Altenbruchstraße) miteingerechnet.

"Diese sogenannte Ostumgehung ist inzwischen längst gestorben, die Altenbruchstraße nur noch eine Einbahnstraße  damit wird die Verkehrsbelastung auf der Leveringhäuser Straße tatsächlich noch größer als bisher", Rothlübbers. Nach den vorliegenden Verkehrsprognosen würden fast alle Straßen in Waltrop mehr belastet. "Entlastung gäbe es durch eine B 474 n nur für die Einfallstraßen Mengeder Straße und Münsterstraße", hält Rothlübbers das "Machwerk" für nicht durchdacht: "Es werden hohe Prognosen erstellt, um den Betroffenen eine Entlastung vorzugaukeln, obwohl die Belastung tatsächlich steigt." -mdi

Dattelner Morgenpost - 28. 10. 2003


Quelle: Dattelner Morgenpost, 29. Oktober 2003