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Die UWG nimmt zu ihren Anträgen auf Finanzierung und Bau einer westlichen Erschließungsstraße und ihrer Behandlung im Rat wie folgt Stellung.
"Die Anträge der UWG auf Bereitstellung von Mitteln und den Bau einer Erschließungsstraße wurden in der letzten Ratssitzung behandelt. Der ausführlichen Erläuterung durch den UWG-Fraktionsvorsitzenden Heinz Dieter Broz sollte eine konstruktive inhaltliche Diskussion folgen. Bedauerlicherweise wollten aber alle Ratsmitglieder, die sich zu Wort meldeten, die Herren Kötter (CDU), Bunte (FDP) und Bürgermeister Himmelmann, nur um Begriffe streiten: Ist es denn nun eine Umgehungsstraße oder eine Erschließungsstraße. Auf eine solche Diskussion wollte sich die UWG aber nicht einlassen.
Heinz Dieter Broz hat eindeutig erläutert, dass eine Straße gebaut werden muss, die den Verkehr aus den Neubaugebieten aufnehmen und auf die B 235, die Eversumer Straße oder die Kökelsumer Straße abfließen lassen kann. Das wollten CDU und FDP (zum Schluss auch die SPD) mit der B 474 n erreichen, die aber als Umgehungsstraße zusätzlich Fernverkehr angezogen hätte. Diese Straße wird es nach den Plänen des Bundesverkehrsministeriums in den nächsten 15 bis 20 Jahren nicht geben.
Aber statt nach Alternativen zu suchen, wird weiterhin an der Bundesstraße festgehalten. Die Anträge der UWG werden als uneindeutig abgetan, obwohl jeder weiß, was gemeint ist. Herr Kötter behauptet gar, die Stadt Olfen wäre für ihre innerörtliche Infrastruktur nicht zuständig. Die CDU und der Bürgermeister fahren hier eine Verzögerungstaktik, die für unseren Innenstadtverkehr verheerende Wirkung haben wird. Wir haben keine Zeit mehr. Wir müssen jetzt dafür kämpfen, dass die Stadt Olfen für eine Straße, die die Neubaugebiete rückwärtig erschließt, Planungsrecht erhält.
Wenn im Frühjahr 2004 der Bundesverkehrswegeplan so beschlossen wird, wie er jetzt dem Bundestag im Entwurf vorliegt, werden wir dort keine andere Straße bauen können. Dann wird Olfen mindestens bis zum Jahr 2015 mit einem wachsenden Verkehrschaos leben müssen. Da helfen auch keine Kreisverkehre und Fußgängerüberquerungen mehr. Die Ratssitzung hat gezeigt, dass der Bürgermeister und die CDU keine Entlastungsstraße wollen. Statt jetzt zu handeln, wird gemauert und auf Zeit gespielt. Sinnvolle Vorschläge der UWG werden zerredet und ins Lächerliche gezogen.
Herr Himmelmann, Sie wissen, wo unsere Straße lang führen und welche Funktion sie erfüllen soll. Darüber haben wir mit Ihnen in einer Fraktionssitzung am 6. Februar 2001 gesprochen. Sie selbst haben damals der UWG erklärt, warum es sich bei der von uns geplanten Straße nicht um eine Umgehungs- sondern um eine Erschließungsstraße handelt. Heute wollen Sie wieder um Begriffe streiten, die zwischen uns längst abgestimmt waren. Das ist wirklich lächerlich, Herr Himmelmann."
Quelle: WAZ Olfen, 23. Oktober 2003