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B474N.DE > Presse > Jahr 2002 >
Für Stadt allein Industriegebiet zu teuer 22. Oktober 2003


CDU und FDP haben sich mit ihrem Ja für ein Industriegebiet im Lippetal nach Ansicht des Waltroper Aufbruchs einen Bärendienst erwiesen. Die Stadt könne dies allein gar nicht leisten.

"Wenn mit gerade 21 Stimmen der CDU/FDP der Einstieg in die Industrialisierung der Rieselfelder auf eigene Faust, sprich: auf Kosten der Stadt, beschlossen wird, so werden die Folgen wohl nicht richtig eingeschätzt", meint Vorsitzender Helmut Wiertalla. Denn die Stadtverwaltung müsse umgehend beträchtliche Fremdleistungen beauftragen, die ausschließlich die Stadtkasse belasten würden, meinen Wiertallas Fraktionskollegen Dorothee Schomberg und Michael Baumeister.

Die Stadt brauche für die geplante Ausweisung des Industriegebietes im Lippetal eine Vielzahl an Gutachten. Diese reichten von der Umweltverträglichkeitsstudie über Schallschutzgutachten bis hin zu Bebauungsplänen. Dies sei den Befürwortern der Industrialisierung wohl nicht bekannt, sonst hätten sie diesen Antrag nie gestellt.

"Bei der desolaten Finanzsituation ist weder jetzt noch zukünftig Geld im Haushalt für derartige Luftnummern", meinte Aufbruch-Vorsitzender Wiertalla. "Es liegt auf der Hand, der Beschluss stellt wieder nur Aktionismus zur Schau und landet unter: abgelegt, weil zu teuer und nicht leistbar", sagte Wiertalla.

Wie berichtet, hatten CDU und FDP auf Initiative des FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Jens Jordan nach dem Ausstieg der Stadt aus dem New-Park-Konzept im Rat beschlossen, eigene städtische Pläne für ein Industriegebiet an die Dattelner New-Park-Planungen anzupassen.


Quelle: WAZ Waltrop, 22. Oktober 2003