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In geheimer Abstimmung erfolgte gestern auf Antrag der UWG die Beschlussfassung zur Änderung des Bebauungsplanes Heidkamp, der in den letzten Wochen für viel Zündstoff gesorgt hatte.
Anwohner hatten sich gegen die teilweise Umwandlung eines Spielplatzes in zwei Baugrundstücke zur Wehr gesetzt. Ohne Erfolg, wie es sich im Rat zeigte. Nur acht der 27 Stadtvertreter stimmten mit nein.
Zuvor hatte Bauamtsleiter Wilhelm Sendermann noch einmal die Sichtweise der Verwaltung begründet, im Heidkamp Wohnraum zu verdichten, wie es bereits im Eckernkamp und an der Lüdinghauser Straße ohne Probleme geschehen sei. Sendermann machte deutlich, dass der Wille der direkten Anwohner zwar auch ein Anliegen sei, die übrigen Belange aber höher zu bewerten seien. Das Lärmgutachten vom Juli 2002 habe gezeigt, dass die angrenzenden Gewerbebetriebe die zulässigen Immissionswerte deutlich unterschritten. Auch sei auf Grund umfangreicher Entsiegelungsmaßnahmen keine ökologische Verschlechterung gegeben.
Auf Kritik von CDU-Fraktionsvorsitzendem Christoph Kötter stieß der Antrag der UWG, nach dem vorläufigen Aus für die B 474 n als Ortsumgehung eine Erschließungsstraße westlich an Olfen vorbei zu bauen. Eine Erschließungsstraße müssten die Bürger größtenteils selber bezahlen, eine Bundesstraße hätte dagegen der Bund finanziert. Die UWG solle ihr Anliegen konkretisieren und lokalisieren, forderte Kötter.
Quelle: WAZ Olfen, 17. Oktober 2003