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Wegen des Neins der Stadt zum Industrieprojekt New Park behindern die Bezirksregierung Münster und die Emscher-Lippe-Städte den Ausbau des Gewerbegebietes Leveringhäuser Feld. Diesen Vorwurf hat die SPD-Vorsitzende Anne Heck erhoben.
"Seit Jahren sind wir in Waltrop bemüht, das Leveringhäuser Feld auf den Weg zu bringen", sagte Anne Heck in einer Reaktion auf das Bürgermeister-Schreiben an den Rat, "wir bekommen aber keine Zustimmung aus Münster und auch nicht von der IHK." Dabei könnten in dem Gewerbegebiet auf der alten Industriebrache Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Oberbürgermeister und Bürgermeister der Städte im Emscher-Lippe-Raum hatten dem Stadtrat wegen des Ausstiegs aus dem New-Park-Projekt Vorwürfe gemacht. Vor allem der SPD schrieben sie ins Stammbuch, die Wählergunst über die Verantwortung für die Zukunft der Stadt zu stellen. Die Bürgermeister forderten Waltrops Solidarität ein und verwiesen auf die wechselseitigen Abhängigkeiten der Emscher-Lippe-Städte.
Für die SPD-Vorsitzende liest sich das offenbar wie eine Drohung. "Wenn jetzt im Brief der Bürgermeister darauf hingewiesen wird, dass stets gegebene wechselseitige Abhängigkeiten innerhalb der Gemeinschaft auf dem Prüfstand stehen, gibt das doch stark zu denken", meinte sie.
Aus Sicht der SPD-Vorsitzenden stehen das Nein der Stadt zum New Park und das Nein der Bezirksregierung und der Industrie- und Handelskammer zum Bau des geplanten Baumarktes in einem engen Zusammenhang. "Eine Zustimmung zu einem erweiterten Baumarkt-Sortiment wäre sicherlich leichter gefallen, hätte man von unserer Seite Zustimmung zum New Park signalisiert", meinte Anne Heck.
Quelle: WAZ Waltrop, 14. August 2003