![]() |
Startseite |
Kontakt |
Suchen |
Links |
Wir über uns
Aktuelles | Überblick | Datteln/Waltrop | Olfen | Archiv |
| B474N.DE > Presse > Jahr 2002 > |
|
Zehn Bürgermeister der Emscherregion und der Landrat haben als Reaktion auf die Ablehnung von "newPark" im Waltroper Rat einen gemeinsamen Brief verfasst. Darin kritisieren sie den Beschluss und bedauern, dass "wahltaktische Parteiinteressen über die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Emscher-Lippe-Region gestellt worden sind".
Von Pit Schneider
Der Brief wurde gestern durch die Emscher Lippe Agentur (ELA) öffentlich gemacht, war bereits in unserer Zeitung angekündigt worden. Darin bedauern die Unterzeichner, "dass die Stadt Waltrop sich selbst außerhalb der Städtegemeinschaft der Region gestellt hat. Offenbar sind die stets gegebenen wechselseitigen Abhängigkeiten innerhalb dieser Gemeinschaft nicht ausreichend bedacht worden".
Wechselseitige Abhängigkeiten
Das haben die Waltroper mittlerweile schmerzlich festgestellt: Sowohl der Antrag auf ein Sondergebiet im Leveringhäuser Feld als auch der Zuschussantrag für die weitere gewerbliche Erschließung der Zeche Waltrop liefen ins Leere. Weitere negative Auswirkungen werden nach dieser Drohung folgen.
Die Entscheidung des Waltroper Rates gegen "newPark" habe der Region schwer geschadet, heißt es in dem Brief. "Wir halten dies vor allem auch angesichts von 64 000 Arbeitslosen für unverantwortlich".
Dabei sei die Ratsentscheidung nicht nachvollziebar, besonders das Verhalten der Waltroper SPD. Die hätte durchaus Zustimmung für eine großflächige Industrialisierung der Rieselfelder erwärmen können, konnte sich aber konkret mit "newPark" nicht abfinden. "Hier zeigt sich ein Widerspruch, da der ,newPark'-Masterplan dieses ausdrücklich aufgreift.
SPD-Position nicht nachvollziehbar
Vor diesem Hintergrund verstärkt sich der Eindruck, dass am 17. Juli 2003 wahltaktische Parteiinteressen über die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Emscher-Lippe-Region gestellt" wurden, heißt es in dem Schreiben.
Die Stadt Datteln, Grundstückeigner RWE und der Kreis Recklinghausen wollen "newPark" nun gemeinsam weiter verfolgen. "Alle drei Gesellschafter sind nach wie vor bereit, die Planungen so zu gestalten, dass eine Beteiligung Waltrops nicht ausgeschlossen ist. Allerdings sollte kurzfristig ein Signal aus dem Rat der Stadt Waltrop kommen", heißt es in dem Brief. Dazu müsste sich allerdings eine breite Mehrheit von CDU, SPD und FDP finden.
Waltroper Zeitung - 08. 08. 2003
Quelle: Waltroper Zeitung, 9. August 2003