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In Akten stöbern, alte Zeitungsartikel lesen und Zeitzeugen befragen: Wer Interesse an Waltroper Geschichte hat, kann sich an der Geschichtswerkstatt beteiligen, die die Volkshochschule aus der Taufe hebt.
Ob am Ende wieder ein Buch dabei heraus kommt, wie "Waltrop gestern und heute, das letztmalig 1993 erschien, steht laut VHS-Leiter Rolf Möhle und Fachbereichsleiter Clemens Schmale noch in den Sternen. Zuerst werden erst einmal "Mitmacher" gesucht. Einen Informationsabend bietet die VHS am Donnerstag, 21. November, um 19.30 Uhr im Heimatmuseum an.
Moderiert wird die Werkstatt von den beiden Journalisten Bernd Lessner und Karl-Heinz Schomberg. "Wir sind in Waltrop geschichts- und dadurch gesichtslos. Wenn wir nicht langsam unsere Geschichte aufarbeiten, werden uns unsere Kinder fragen, was früher eigentlich gewesen ist", machte Möhle deutlich.
Es sei noch Etliches in den überörtlichen Archiven zu finden, erklärte Schomberg. Zuerst wollen die beiden Moderatoren aber sehen, wo die Interessenschwerpunkte liegen: "Das muss nicht unbedingt die Weimarer Republik oder die Zeit von 33 bis 45 sein", meint Lessner. Auch die 70-er Jahre könnten interessant sein.
Themen, die sich wie ein roter Faden durch die letzten Jahrzehnte Zeitgeschichte zögen, seien auch die B 474 n und der Dauerbrenner Fußgängerzone und Parken. topBernd Lessner, Karl-Heinz Schomberg und Clemens Schmale (v.l.) gründen die Geschichtswerkstatt der VHS. Das Bild zeigt eine Feier am alten Kriegerdenkmal an der Kreuzung Hochstraße/Wilhelmstraße. WAZ-Montage: Thomas Schild
Quelle: WAZ Waltrop, 6. November 2002