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Wenn die Zeitzeugen nicht bald befragt werden, dann könnte ein Stück Waltroper Geschichte verloren gehen. Nachdem der Wirbel um das Frauenlager in Holthausen ein Stück Licht in ein dunkles Kapitel brachte, ist es inzwischen um die Aufarbeitung der Stadtgeschichte wieder ruhig geworden.
Die Volkshochschule will jetzt mit einer "Waltroper Geschichtswerkstatt" retten, was noch zu retten ist. Denn die Veröffentlichung des Waltroper Heimatbuches liegt fast 30 Jahre zurück und die letzte Ausgabe der geschichtlichen Publikationsreihe "Waltrop gestern und heute" ist auch schon über ein Jahrzehnt alt.
"Wir möchten mit der Geschichtswerkstatt gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern an diese heimat- und ortsgeschichtliche Arbeit anknüpfen", sagte gestern Clemens Schmale von der VHS. Mit den Redakteuren Bernd Lessner und Karl-Heinz Schomberg (beide aus unserem Zeitungshaus) hat die VHS kompetente Moderatoren für die Werkstatt gefunden. Beide sind auch als Stadtführer aktiv und Schomberg arbeitet seit Jahren an einem Buch über die Geschichte der Juden in Waltrop.
"Wir wollen nicht nur Zeitzeugen befragen, auch in den Archiven, etwa in Münster oder Bochum, wird noch einiges über Waltrop zu finden sein gerade in der Zeit der Weimarer Republik und nach dem Krieg gibt es große Lücken in der Stadtgeschichte", so Lessner. Aber auch die Geschichte der B 474 n oder der Wandel der Stadt etwa durch die Fußgängerzone sind interessante Themenfelder für die Moderatoren. Der Heimatverein hat seine Unterstützung bereits zugesagt. Im Heimatmuseum findet am Donnerstag, 21. November, ein erster Informationsabend zur Waltroper Geschichtswerkstatt statt. -mdi
- Do., 21.11., 19.30 Uhr
Quelle: Waltroper Zeitung, 6. November 2002