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"newPark"-Projekt hätte auch präsentiert werden müssen 16. Oktober 2002


Maßlos enttäuscht zeigt sich der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Rusche darüber, dass der "newPark" auf der fünften EXPO REAL vom 28. bis 30. Oktober in München nicht von der unter Federführung der Projekt Ruhr GmbH ausstellenden "Metropolregion Ruhr" präsentiert wird.

"Ich halte es für einen Fehler, dass dieses für das Ostvest und die gesamte Emscher-Lippe-Region ungemein wichtige Projekt außen vor gelassen wird", so Rusche. Mit seinem Vorstoß will er keineswegs Kritik an der Präsentation des interkommunalen Industriepark Dorsten/Marl üben. "Dieser Standort, der sich vorrangig für die Ansiedlung von Chemiefirmen anbietet, gehört auf jeden Fall auch nach München. Ebenso wie auch der "newPark" dort hin gehört hätte. Im Zuge des dringend erforderlichen Strukturwandels können wir uns nämlich gerade bei der Realisierung dieses Projektes keine Verzögerungen mehr leisten", sagt der SPD-Politiker.

In der Vergangenheit seien Städte wie Dortmund, Essen, Oberhausen und Bochum stets bevorzugt behandelt worden, wenn es um die Umsetzung großer und zukunftsweisender Projekte ging. Rusche: "Ich bin der Meinung, dass es nun an der Zeit ist, dass auch unsere Region einmal stärker in den Vordergrund gerückt wird. Bei der EXPO REAL in München hätte es hierfür eine gute Chance gegeben." In diesem Zusammenhang spart Karl-Heinz Rusche nicht mit Kritik an den "Großen", die, wie im Fall von "newPark" oder "Xscape" (Castrop-Rauxel) geschehen, nichts Besseres zu tun hätten, als dagegen zu protestieren.

Nicht gelten lassen will er das Argument der Projekt Ruhr GmbH hinsichtlich der Nichtberücksichtung des "newPark", dass die Flächen im "Gewerbegebiet Lippetal" nicht schnell genug verfügbar seien. "Wenn ich lesen muss, dass ja noch nicht einmal eine Erschließungsstraße vorhanden sei, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Auch der Projekt Ruhr GmbH müsste doch wohl bekannt sein, dass mit Hochdruck an der Realisierung der B 474n gearbeitet wird. Das gilt für die zuständigen Ministerien ebenso wie für den Landesbetrieb Straßenbau in Bochum. Und auch der Regionalrat in Münster hat erst vor wenigen Tagen beschlossen, dass diese Straße auf der Prioritätenliste ganz oben anzusiedeln ist."

Mit seiner Meinung, dass beim "newPark" schnelles Handeln dringend erforderlich ist, sieht sich Karl-Heinz Rusche keineswegs allein. So haben sich inzwischen die Stadträte in Datteln und Waltrop für das Projekt ausgesprochen. Und auch die IHK, die zu den Mitinitiatoren des "newPark" gehört, teile sicherlich seine Meinung.

Schließlich sei es noch gar nicht so lange her, dass der Leitende Geschäftsführer der IHK Nord-Westfalen, Karl-Friedrich Schulte-Uebbing die Emscher-Lippe Region aufgerufen habe, sich zur Wehr zu setzen und schnell zu handeln.


Quelle: WAZ Datteln, 16. Oktober 2002