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Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven weilte am Mittwoch in Olfen - und stapfte nach seinem Rathaus-Besuch in Gummistiefeln durch die Steverauen.
Was er dabei im Beisein der Stadtspitze zu sehen und hören bekam, gefiel ihm ganz offensichtlich. Bürgermeister Himmelmann erklärte, wie dort ein ökologischer Ausgleich für die wachsenden Baugebiete entstehen soll: Die Stadt hat 45 ha Steverauen angekauft und will dort im Sommer 2003 ein wasserwirtschaftliches Konzept realisieren, das ein mehrere Kilometer langes "Umflutgerinne" (ca. 1,5 m tief) zwischen Steverstraße und Füchtelner Mühle vorsieht. Zum einen sei dies ein Beitrag zum Hochwasserschutz, andererseits werde die "Durchlässigkeit der Stever für Wassertiere" verbessert; denn das Wehr/Wasserkraftwerk Füchtelner Mühle sei eine "ökologische Barriere".
Twenhöven lobte dieses Auenkonzept. "Die Schaffung solch zusammenhängender Ökosysteme als Ausgleich für Baulandflächen ist besser als sog. Insellösungen", meinte er mit Blick auf sonst übliche vereinzelte Grünmaßnahmen.
Als i-Tüpfelchen siedelt die Stadt derzeit in den Steverauen Wildrinder und -pferde an. Die Kosten des Steverauen-Konzepts betragen für Landerwerb und Gewässerbau rund 1,5 Mio Euro; dafür erhält die Stadt einen Zuschuss vom Land in Höhe von 80%. "Die Restkosten von ca. 300 000 Euro wären für die Stadt eh angefallen als Ökoausgleich für die Baugebiete", so Bauamtsleiter Sendermann. Und meinte mit Blick auf den Streitpunkt Füchtelner Mühle - Kraftwerksbetreiber Herbst fürchtet durch die Wasserentnahme finanzielle Einbußen -, dass Stadt und Kreis ein "rechtlich sauberes Planverfahren" durchführen.
Twenhöven sprach zudem im Rathaus mit den Olfener Fraktionsvorsitzenden, auch über die B 474 n. Seine Meinung dazu: "Eine Olfener Lücke bei der Realisierung der Bundesstraße muss vermieden werden. Die Straße genießt mit Blick aufs geplante New Park-Projekt in Datteln/Waltrop bei der Landesregierung größte Priorität. Und mit der Straße kommt auch mehr Verkehr, der schließlich nicht durch Olfen fließen soll; eine Umgehung ist hier deshalb wichtig."
Schlechte Nachrichten gab es beim Thema Sportstättenbau. Die Idee der Olfener Kampfbahn C sei gut, so Twenhöven, aber Geld dafür sei im nächsten Jahr nicht vorhanden. Dre
Quelle: WAZ Olfen, 26. September 2002