Startseite  |   Kontakt  |   Suchen  |   Links  |   Wir über uns   Aktuelles  |   Überblick  |   Datteln/Waltrop  |   Olfen  |   Archiv   


B474N.DE > Presse > Jahr 2002 >
Rätselraten über Ausgleichsflächen 26. September 2002


Reichlich Verwirrung stiftete das Thema "Ausgleichsflächen" für die geplante B 474 n auf der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses am Dienstag. Die dafür ausgearbeiteten Unterlagen liegen der Stadt é angeblich é nicht vor.

Hermann-Josef Schürmann (CDU) brachte ein heißes Eisen in die Sitzung ein, als er nach den vorgesehenen Kompensationsflächen für die B 474 n fragte. Denn auch hier ist die lokale Landwirtschaft wieder mehr oder weniger betroffen, die schon zuvor in Person des Ausschussmitgliedes Willi Sißmann heftigen Widerstand gegen die B 474 n angekündigt hatte.

Ausgleichsflächen für zerstörte Landschaft sind gesetzlich vorgeschrieben und gehören als "landschaftspflegerischer Begleitplan" in die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS). Der Landesbetrieb Straßenbau hatte die UVS durch das von ihr beauftragte Büro dem Ausschuss vorgestellt und im Anschluss auch eine Karte über die möglichen Ausgleichsflächen auf Waltroper und Dattelner Gebiet an die Wand projiziert.

Wie der Projektleiter der B 474 n, Jürgen Pauly, der WAZ auf Anfrage ausdrücklich versicherte, sind "Unterlagen, aus denen hervorgeht, wo Kompensationsflächen geplant sind", der Stadtverwaltung übergeben worden.

Baudezernent Thorsten Kubiak bestätigte das auch zunächst, stellte es aber hinterher wieder in Abrede. Auch Umweltbeauftragter Konrad Kempkes betont ausdrücklich, derartige Schriftsücke nie gesehen zu haben.

Im Übrigen: Die Straßenplaner aus Bochum machen ordentlich Druck auf den Beginn des Baus der Bundesstraße, die bis zum Markfelder Weg / Münsterstraße eine Verlängerung der A 45 sein werden soll. Die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren befinden sich derzeit beim Bundesverkehrsministerium in Bonn und werden dort noch in Details korrigiert.

Ende des Jahres, so Pauly, soll das Planfeststellungsverfahren beendet sein, so dass Anfang 2003 eine Offenlegung erfolgen kann é und damit die Gelegenheit für Einsprüche seitens der Betroffenen.


Quelle: WAZ Waltrop, 26. September 2002