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B 474 n bereitet Kopfschmerzen 25. September 2002


Erhebliche Kopfschmerzen bereitete den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Verkehr die Präsentation der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) über die geplante B 474 n. "Zu nahe am Wohngebiet Hangel vorbei", lautete die Meinung zumindest derer, die die Bundesstraße nicht grundsätzlich ablehnen.

Als einzig juristisch durchsetzbare Variante stellte Jürgen Pauly, Projektleiter beim Westfälischen Straßenbauamt in Bochum, die sogenannte "optimierte Variante 3.1" vor, die in Höhe des Markfelder Weges auf die Münsterstraße treffen soll und dann deckungsgleich verläuft. Andreas Kuhlmann vom beauftragten Büro Froelich & Sporbeck machte deutlich: "Die Bürgermeistervariante würde keiner Klage Stand halten, weil die möglichen Freiräume nicht erhalten bleiben würden."

Das Gutachten sei auf eine möglichst große Rechtssicherheit hin erarbeitet worden, um Klagen wenig Angriffsfläche zu bieten.

Zuvor hatte der Mitverfasser der UVS in aller Klarheit heraus gestellt, dass es einen sehr hohen "Raumwiderstand" gebe und es nicht möglich sei, eine Trasse konfliktfrei anzulegen. "Wir haben das Problem, dass die Trasse den Freiraum zwischen Waltrop und Datteln durchschneidet und dieser somit verloren geht", so Kuhlmann.

Ausschussvorsitzender Jürgen Siebert kritisierte, dass sich das Straßenbauamt schon auf eine Trassenführung festgelegt habe und sich jetzt nur noch frage "Wie wird das passend gemacht?"

Dieter Meermann (CDU) fragte an, ob es nicht wenigstens möglich sei, eine zwei- statt vierspurige Straße anzupeilen. Aufgrund des für die Zukunft berechneten Verkehrsaufkommens sei eine Vierspurigkeit erforderlich, stellte Pauly fest.

Über fehlende Sitzungsvorlagen und weitere Tagesordnungspunkte berichten wir in der morgigen Ausgabe.


Quelle: WAZ Waltrop, 25. September 2002