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DSP will Ostringstadion erhalten 20. September 2002


Gegen die Pläne der gemeinsamen Bebauung von Speeck-Grundstück und Ostringstadion spricht sich die Dattelner Stadt-Partei (DSP) aus.

Das Vorhaben zeuge nicht von politischer Weitsicht, so DSP-Vorsitzender Heinz Horstmann. Den Mitgliedern der Sportfreunde Germania gegenüber sei das Projekt nicht vertretbar. Für die Stadt bedeute es zudem "ein finanzpolitisches Abenteuer sondergleichen".

Für die Vertreter des Sportvereins sei es ein Schock gewesen, als sie von den Plänen erfuhren, sagt Horstmann, denn in der Sportanlage stecke viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder und somit "zu viel Herzblut". "Und sie haben recht", so Horstmann weiter, "warum soll man diese wunderschöne Anlage für ein paar Wohneinheiten aufgeben? Wir haben in den letzten Jahren so viele Bebauungspläne auf den Weg gebracht, so dass wir bei stagnierender Einwohnerzahl momentan dieses Gelände nicht dringend benötigen."

Dem Verein müsse "wenn man ihn nicht platt machen will" eine gleichwertige Anlage angeboten werden. Diese aber müsse erst noch gebaut werden und koste "einige Millionen Euro". Dies müsse auf die Grundstückspreise vom Stadion aufgeschlagen werden, denn sonst rechne sich die ganze Angelegenheit nicht. Horstmann: "Wer kann dann hier noch bauen? Also privilegiertes Wohnen für ein paar Wenige, die es bezahlen können."

Den Hinweis auf Bauland für die Führungskräfte "des noch in weiter Ferne liegenden ´New Park´" will die DSP nicht gelten lassen, "denn wir haben die Wohnbebauung Schacht V mit 250 Wohneinheiten vor uns und hier kann man vielleicht noch besser wohnen als am Stadion."

Horstmann erinnert an die Aufgabe des alten Stadions von SW Meckinghoven für das Ruhr Zink-Gelände. In einer ähnlichen Situation zur Schaffung von Arbeitsplätzen würde die DSP zustimmen. So aber meint Horstmann: "Renovieren wir erst einmal das Sporthaus mit den Umkleideräumen, die Mittel stehen im Haushalt bereit. Dann kann der Spielbetrieb die nächsten zehn Jahre so weiterlaufen." Und: "Bauen wir erst einmal die Turnhalle des Gymnasiums." wry


Quelle: WAZ Datteln, 20. September 2002