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Zur Entscheidung des Regionalrates, die Wichtigkeit der geplanten B 474 n höher einzustufen, meldet sich die Bürgerinitiative gegen die B 474 n zu Wort.
"Mit einem Stimmenverhältnis von 13 zu 9 votierte der mehrheitlich von CDU Vertretern besetzte Ausschuß der Bezirksregierung für die Hochstufung. Wie im Vorfeld bekannt wurde, hatte sich Olfens Bürgermeister Himmelmann schriftlich an alle Vertreter gewandt und sich massiv für die Höherstufung eingesetzt.
Der im Vorentwurf der Bezirksregierung nur auf Platz 20 von 30 zu bewertenden Straßenbaumaßnahmen rangierende Olfener Abschnitt wurde damit gleich um 18 Plätze hinter den Ausbau der Autobahn A 52 von Essen nach Gelsenkirchen als zweit wichtigstes Projekt im gesamten Regierungsbezirk gesetzt. Drei Vertretern der Olfener Bürgerinitiative, die als Besucher eigens zur Regionalratssitzung nach Münster gefahren waren, wurde bereits vor der Sitzung von einem CDU Mitglied signalisiert, dass die Olfener B 474 n massiv hoch gestuft werden würde.
Die Olfener Besucher zeigten sich überrascht darüber, dass die Mitglieder des Regionarates nicht einmal die Bedeutung des Kosten-Nutzen-Faktors kannten, der von der Bundesregierung durch zahlreiche Gutachten ermittelt worden war. Das Olfener Projekt, das nach den neuesten Berechnungen mit einem Faktor von 4,1 bewertet wurde, ist damit höher eingestuft als andere Straßenbaumaßnahmen mit weitaus höheren Faktoren.
Auch die geringe Bewertung der Raum-Wirksamkeitsanalyse, die dem Olfener B 474 n Abschnitt nur einen von fünf möglichen Bewertungspunkten zumisst, war nach nicht einmal Diskussionsgegenstand. Nach Einschätzung der Bürgeerinitiative handele es sich um eine rein politische, nicht aber nach nachprüfbaren Kriterien gefällte Entscheidung.
Bert Baesgen, Olfen
Quelle: WAZ Olfen, 17. September 2002