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"Alle Varianten lassen erhebliche Konflikte mit Natur und Landschaft erwarten." Zu diesem Ergebnis kommt die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) für den geplanten Bau der B 474n.
Details aus dem Gutachten werden in öffentlicher Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verkehr am 24. September im Waltroper Rathaus vorgestellt. Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau NRW und des beauftragten Gutachterbüros stehen den Mitgliedern des Ausschusses ab 17 Uhr Rede und Antwort. Nicht nur die Politiker, sondern wahrscheinlich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger, erhoffen sich dabei konkrete Aussagen zu den Auswirkungen der umstrittenen Bundesstraße auf die Umwelt und die angrenzenden Wohngebiete.
Im Mittelpunkt der UVS steht die sogenannte Variante 3.1, die wie schon seit geraumer Zeit bekannt umgesetzt werden soll. Die Trasse verläuft vom Anschluss A 45 zunächst in östlicher Richtung, überquert den Dortmund-Ems-Kanal in Höhe Veiinghof und wird in nördliche Richtung fortgesetzt. Weiter führt die vierspurige Straße westlich am Wohngebiet Hangel vorbei, unter die Bahnlinie her in Richtung Münsterstraße.
Probleme mit der Wohnfunktion
Diese Variante sei, so das Gutachterbüro, hinsichtlich Natur und Landschaft die konfliktärmste. Sie verursache aber in ihrer urspünglichen Form "erhebliche Konflikte mit der Wohnfunktion und bedeutsamen klimatischen Freiraumfunktionen". Allerdings, so die Gutachter, konnte die Beeinträchtigung durch eine "Trassenoptimierung erheblich gemindert werden".
Die Verbesserung beinhaltet bekanntlich ein Abrücken von der Siedlung Im Hangel sowie Vermeidung von Dammbauwerken. Trotzdem seien auch bei einer derartigen Lösung erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten. Möglicherweise wird es in der Sitzung auch nähere Informationen darüber geben, wann das Planfeststellungsverfahren für die B 474n beginnt. Der Leiter der Niederlassung Bochum des Landesbetriebs Straßenbau, Wolfgang Platomeint, dass die Pläne im kommenden Jahr öffentlich gemacht werden können. Auch bei der Finanzierung sieht er optimistisch keine Probleme. -berg
Quelle: Dattelner Morgenpost, 16. September 2002