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Was die CDU während ihrer jüngsten Klausurtagung auf die Prioritätenliste gesetzt hatte, soll nun realisiert werden. Per Antrag fordert die Union eine Bauleitplanung für das ehemalige Speeck-Gelände unter Einbeziehung des Ostringstadions. Eine schmucke Bebauung soll dort entstehen, wo einst Germanias Kicker ruhmreichere Zeiten erlebten bzw. die Baufahrzeuge parkten.
WAZ-Bild: kga "Für das aufzugebende Ostringstadion wird an anderer Stelle eine neue Sportanlage errichtet", heißt es in dem CDU-Antrag. Finanziert werden soll das neue Stadion durch die Einnahmen aus dem Verkauf der neuen Bauparzellen. Nach Informationen der WAZ ist als Standort an die Fläche des ehemaligen Festplatzes an der Markfelder Straße gedacht, auf der zur Zeit Wohncontainer für Asylbewerber stehen.
Aus CDU-Sicht bietet die Insolvenz der Firma Speeck "für die Entwicklung Dattelns die günstige Chance, den freigewordenen unternehmerischen Standort einer neuen Nutzung zuzuführen", schreibt Fraktionsvorsitzender Walter Deckmann in seiner Antragsbegründung. Während das Ostringstadion in städtischem Besitz ist, hat über das Speeck-Gelände der Insolvenzverwalter das Sagen.
Das gesamte innenstadt- und kanalnahe Areal solle zu einem "reinen Wohngebiet von hoher Qualität" entwickelt werden. Eine Abschirmung der "ruhigen Wohnbereiche" zur B 235 und zur Hafenstraße könnte nach den Vorstellungen der CDU durch einen "Gürtel vom Mischbebauung mit Wohnungen und wohnverträglicher gewerblicher Nutzung erfolgen". Einen Arbeitstitel gibt es auch schon: "Wohnen am Hötting-Park".
Bei ihrem Vorstoß hat die CDU auch den "New Park" im Blick. Die Zuordnung von Wohnen und Arbeiten in der Nähe des künftigen Standortes dieses Gewerbegebietes wirke sich auf den Wohnstandort Datteln positiv aus. Durch die Planung des "New Park" werde ein zusätzlicher Bedarf an Wohnbauflächen entstehen, dem man so Rechnung tragen könne.
Die Sportanlagen und Gebäude des Ostringstadions seien seit Jahren sanierungsbedürftig. Den Unterhalt der Anlage bestreiten die Germania-Mitglieder, der Verein genießt hier sein Heimrecht. Die Belange des Vereins müssten bei den Planungen Berücksichtigung finden. Durch dessen frühzeitige Beteiligung solle sichergestellt werden, dass einer positiven Entwicklung des Vereins nichts im Wege stehe. Walter Deckmann: "Der Sportverein muss sich auf die Unterstützung der Verwaltung und der politischen Gremien verlassen können."
Quelle: WAZ Datteln, 14. September 2002