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Die Finanzierung der Bundesstraße B 474 n im Raum Datteln/Waltrop ist gesichert. Noch in diesem Jahr soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden, damit 2004 die Baufahrzeuge anrollen können. Auf ein beschleunigtes Planverfahren wie bei der B 474 n hofft die Industrie- und Handelskammer auch für den Ausbau der Bundesstraße 224 zur A 52 (ab Gelsenkirchen-Buer in Richtung Essen).
von Michael Wallkötter
Auf einer Prioritätenliste der IHK Nord-Westfalen steht das Projekt B 224/A 52 an erster Stelle (wir berichteten). Die Verkehrsachse zurzeit permanent staugefährdet sei die wichtigste Verbindung zwischen dem nördlichen Ruhrgebiet und dem Großraum Essen/Düsseldorf. Darüber hinaus besitze sie eine besondere Erschließungsfunktion für den Chemiepark Marl und den Industriepark Dorsten-Marl. Ein Baubeginn ist nach Einschätzung des Landes NRW jedoch frühestens in 2007 möglich. Zu spät, wie die Emscher-Lippe-Region, die dringend nach Investoren für die freien Industrieflächen sucht, meint.
Wegen der besonderen strukturpolitischen Bedeutung des A 52 hat sich die IHK Nord-Westfalen in einem Schreiben an die NRW-Landesregierung für die Durchführung eines beschleunigten Planverfahrens ausgesprochen. In persönlichen Gesprächen mit dem Düsseldorfer Verkehrsministerium will IHK-Verkehrsexperte Joachim Brendel die Chancen dafür ausloten. "Ein beschleunigtes Verfahren halten wir, ebenso wie bei der B 474 n, für gerechtfertigt".
Die Projekte B 474 n (Erschließungsstraße für den geplanten newPark), B 224/A 52 und der sechsspurige Ausbau der A 43 zwischen Recklinghausen und Bochum stehen auf einer acht Punkte umfassenden Prioritätenliste, für die die IHK den regionalen Konsens herstellen möchte. Bei der anstehenden Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans müsse sich die Region auf die struktur- und wirtschaftspolitisch wichtigsten Projekte konzentrieren. Nicht jede einzelne Ortsumgehung habe Realisierungschancen.
Brendel: "Nach der Bundestagswahl wird es eine der ersten Aufgaben der alten oder neuen Bundesregierung sein, über die Dringlichkeit der Straßenbauprojekte zu entscheiden. Bis dahin muss die Region wissen, was sie will."
Quelle: Waltroper Zeitung, 5. September 2002