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Das Interesse an der Bürgerdiskssion über das Konzept für einen neuen Flächennutzungsplans für die Stadt Waltrop hat deutlich nachgelassen. Nur noch 30 Interessierte kamen am Mittwochabend ins Rathaus und hörten sich die Erläuterungen des Landschaftsplanungsbüro Froelich und Sporbeck zum Thema "Ökologische Freiräume" an.
Und erst nach gezielten Fragen von Bürgern an die Landschaftsplaner Margret Bütow und Guido Müller wurde auch für den Laien deutlich, worum es bei diesem Teil der Planung für einen neuen Flächenutzunsgplan eigentlich geht. "Was bedeutet Kompensation sind das zwei neue Eichen, wenn in der Stadt irgendwo 100 Quadratmeter Fläche versiegelt werden, oder müssen zum Ausgleich woanders 100 Quadratmeter entsiegelt werden ?
So ganz genau konnten die Planungsexperten diese Frage zwar nicht beantworten. "Aber es gibt eine Punkteskala für die ökologische Wertigkeit von Flächen", erklärte der städtische Umweltschutzbeauftragte Konrad Kempkes. Sprich: Wird eine Fläche bebaut, dann muss nicht unbedingt in ummittelbarer Nähe eine andere Fläche punktemäßig aufgewertet werden, damit insgesamt ein Ausgleich für die Natur erreicht wird. "Und da macht es durchaus Sinn, Naturflächen weiter zu entwickeln, die schon ökologisch wertvoll sind", meinte Kempkes.
"newPark" und die B 474 n fehlen
Was in der dem Fachbeitrag zugrundeliegenden Öko-Landkarte von Waltrop fehlt, sind allerdings die Trasse der geplanten B 474 n und der "new Park", bemängelten zu recht einige teilnhemer des Planungsdialogs. Haben die Rieselfelder auf der Karte vielleicht deswegen so einen geringen ökologischen Wert, damit man bei der Errichtung von "new Park" nicht so viele Ausgleichsflächen schaffen muss ? Diese Frage warf sich nicht nur für Rita Budde vom BUND auf. Sie befürchtet dass nachher jede zusätzliche Hecke und jeder neu geplanzte Baum als Kompensation für die Rieselfelder gezählt werden. -mdi
Quelle: Waltroper Zeitung, 12. Juli 2002