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B474N.DE > Presse > Jahr 2002 >
Flächennutzung: Beurteilung der Freiräume fließt mit ein 6. Juli 2002


Bei der zur Zeit laufenden Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes für die Stadt, in dem die städtebaulichen Zielsetzungen formuliert werden, wird der Beurteilung der Freiräume ein viel höherer Stellenwert beigemessen als noch vor Jahrzehnten.

Das machten gestern die Margret Bütow, Henning Ehlers und Guido Müller vom Landschaftplanungsbüro Frölich und Sporbeck im Rathaus deutlich. Mit seinem ökologischen Fachbeitrag geht das Büro am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in die zweite Bürgerversammlung zum Flächennutzungsplan.

Die städtebauliche Konzept werde ergänzt durch die Beurteilung der Freiflächen, betonten die Planer im Beisein von Baufachbereichsleiter Thorsten Kubiak, des Umweltschutzbeauftragten Konrad Kempkes und des Stadtplaners Andreas Scheiba.

Eine solche Ergänzung des Flächennutzungsplanes bringe auch viel mehr Quailtät in seine Arbeit, sagte Scheiba. Die Beurteilung des Freiraumes lasse ferner eine sehr exakte Festlegung von Ausgleichsflächen zu, wie sie vom Baugesetz vorgeschrieben ist. Denn für jede zu bebauende Fläche sei ein Ausgleich vorgeschrieben.

Bei der Ausweisung neuer Baugebiete wird die Stadt künftig mehr als bisher die umweltrelevanten Aspekte berücksichtigen. Da steht nicht einfach eine weiße Fläche auf dem Plan, er zeigt minutiös, dass es z. B. noch einen Bach gibt.

Die bunte Karte, die das Büro bisher erarbeitet hat und am Mittwoch Gegenstand der Diskussion sein wird, zeigt unter unter anderem schon jetzt, dass die Trasse der B 474 n relativ wertvollen Freiraum berührt und der für die Industrialisierung vorgesehende Bereich der Rieselfelder ökologisch eine geringere Rolle spielt.

In der Bürgerversammlung werden die Teilnehmer ihre Fragen voraussichtlich an konkreten Beispielen festmachen wollen und sich nicht so sehr für das Verfahren selbst interessieren. Die Aufstellung des Flächennutzungsplanes dauert etwa zwei bis drei Jahre. Der alte ist über 30 Jahre alt.

Bei der ersten Bürgerversammlung waren rund 80 Besucher gekommen, was die die Planer überrascht hat. kes


Quelle: WAZ Waltrop, 6. Juli 2002