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Kritik an der Arbeit des Forums "Verkehr" der Lokalen Agenda äußerte Theodor Pieper vom Verein "Pro B 474 n", der den Bau der Straße befürwortet. In einem Gespräch mit Bürgermeister Willi Scheffers am 21. Januar will der Verein seine Bedenken zur Sprache bringen und die Frage "nach der politischen Neutraltität dieses Forums", so Pieper, stellen.
In seiner Sitzung am 12. Dezember hatte der Arbeitskreis "Verkehr" der Lokalen Agenda die Vorbereitungen für eine geplante Bürgerbefragung fortgesetzt. Diese Befragung soll klären, ob die Waltroper die Zukunft ihrer Stadt als Industriestadt oder als Wohnstadt im Grünen sehen. Ein Antrag auf finanzielle Mittel der Stadt für dieses Projekt war in der letzten Ratssitzung mit der Mehrheit von CDU und FDP abgelehnt worden.
"Das Geld kann man sparen"
"Das Geld für diese unsinnigen Fragebögen kann man sich sparen. Die Mehrheit in Waltrop will nicht auf der Leveringhäuser Straße im Stau stehen, die Mehrheit will Arbeitsplätze in Waltrop und die Mehrheit will die B 474 n", sagte Theodor Pieper. Der Verein "Pro B 474 n" wolle und werde es nicht hinnehmen, dass eine Minderheit für Waltrop spricht, so Pieper. Auch die Vorschläge des Forums bezüglich der Verkehrsregelung Altenbruchstraße kritisierte Pieper. Als Alternative für die von der Stadt vorgesehene Einbahnstraßenregelung schlug das Forum eine "innovative Lösung" in Form einer Art Mautstelle vor. "Das bringt gar nichts. Wenn dort eine Maut kassiert wird, dann fahren alle durch das Egelmeer", sagte Theodor Pieper.
Die Arbeit des Forums Verkehr und auch die Äußerungen des Sprechers Jochem Friedl in einem Leserbrief (WALTROPER vom 22. Dezember) stoßen laut Pieper beim Verein "Pro B 474 n" auf große Bedenken. "Auch mit Blick auf die Besetzung dieses Arbeitskreises haben wir Bedenken, ob das Forum Verkehr politisch neutral ist", sagte Pieper, der namentlich Forums-Mitglied Martin Hülsmann, Fraktionsvorsitzender der GLW, nannte. Diese Bedenken will der Verein am 21. Januar in einem Treffen mit Bürgermeister Willi Scheffers zur Sprache bringen.
Thomas König
Quelle: Waltroper Zeitung, 29. Dezember 2001