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Politik will Arbeitskreis für BMW 31. Oktober 2000


Gerade erst hat der Rat der Stadt Waltrop den geplanten Zweckverband Datteln-Waltrop für die Rieselfelder platzen lassen, da gibt es seiten der Dattelner und Waltroper Kommunalpolitiker bereits einen neuen Plan, ein Werk des Automobilherstellers BMW in den Rieselfeldern anzusiedeln. Die Fraktionen der beiden Räte - mit Ausnahme der Grünen - wollen nun eine "Arbeitsgemeinschaft in Sachen BMW-Ansiedlung" ins Leben rufen.

In einer Erklärung an die Bürgermeister der beiden Ostveststädte, die für Datteln von Walter Deckmann (CDU), Hans-Peter Müller (SPD), Heinz Horstmann (Stadtpartei) und Peter Mielke (FDP) unterzeichnet ist, heißt es: "Nach dem Ergebnis der Sitzung des Rates der Stadt Waltrop am 26. Oktober sind die unterzeichneten Fraktionen im Interesse der gemeinsamen politischen Verantwortung für die Zukunft dieser Region übereingekommen, dass auf Verwaltungsebene eine interkommunale Arbeitsgruppe Datteln/Waltrop gebildet wird."

Dieser Arbeitskreis soll die planerischen Voraussetzungen für die Ansiedlung im Industriepark Lippetal vorbereiten. Wichtig für die kommunalpolitschen Kräfte ist dabei: Die kommunale Planungshoheit für beide Städte bleibt bis zur möglichen Gründung eines Zweckverbandes bei Ansiedlung von BMW gewährleistet. Vor allem legen die Fraktionen Wert darauf, "regelmäßig gegebenenfalls in Sondersitzungen über den Planungsstand informiert zu werden".

In einer ersten Reaktion dazu betonte Dattelns Bürgermeister Wolfgang Werner gegenüber unserer Zeitung, dass eine solche Arbeitsgemeinschaft bereits am Anfang der BMW-Rieselfeld-Planungen gestanden habe. "Der Zweckverband ist sicherlich der bessere Weg, weil wir über ihn eine Projekentwicklungsgesellschaft hätten etablieren können, mit der die Ansiedlung von Industrie in den Rieselfeldern effektiver und vor allem flexibler zu handhaben gewesen wäre." Werner zeigte sich froh darüber, dass man in Waltrop wenigstens diesen Weg gefunden habe.

Für Walter Deckmann, Dattelns Vorsitzender der CDU-Fraktion, ist "das die letzte Chance, wenn nicht alles den Bach runter gehen soll." Deckmann zeigte keinerlei Verständnis in Bezug auf die jüngste Ratsentscheidung in Waltrop, dass man dort "auf dem Rücken der Bürger interne Kriege ausfechtet". Der CDU-Mann äußerte die Hoffnung, dass - sollte es konkrete Dinge zu entscheiden geben, die Waltroper nicht noch einmal ausscheren.


Quelle: Dattelner Morgenpost, 31. Oktober 2000