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UWG fordert Ortsumgehung über den Springenkamp 29. Juni 2000


Die UWG fordert eine westliche Ortsumgehung über den Springenkamp und lehnt weiterhin den Bau der B 474n auf Olfener Gebiet ab.

"Die Verkehrsproblematik in Olfen - Bilholtstraße und Eckernkamp - entsteht durch sog. Ziel- und Quellverkehr, das heißt durch Fahrzeuge von oder nach Olfen. Wir brauchen deshalb eine ortsnahe Umgehung, und zwar jetzt", erklärt Sprecherin Ursula Zimolong.

"Wir sind dagegen, dass in Olfen eine Bundesfernstraße gebaut wird, die laut Bedarfsplanung des Bundes ausdrücklich dazu dient, dem überörtlichen Verkehr eine Verbindung zwischen A2 und A43 anzubieten. Jeder sieht beim Blick auf den Atlas, dass diese Straße in erster Linie Verkehr in unsere Region zieht, der uns sonst erspart geblieben wäre."

"Die Empfehlung des IVV-Ingenieurbüros, die B 474n sei die 'verkehrlich optimale Lösung für Olfen', wird von den Befürwortern aus dem Zusammenhang gerissen. Zwei Sätze weiter heißt es nämlich: 'Im Folgenden werden Vorschläge zur Straßennetzgestaltung insbesondere für den überörtlichen Verkehr unterbreitet.'"

Es könne nicht Aufgabe der Kommunalpolitik sein, sich um das Bundesverkehrswegenetz zu sorgen und dafür erhaltenswerte Landschaft zur Verfügung zu stellen. Die UWG fordert, dass sich die Kommunalpolitiker vordringlich um die regionale Verkehrswege kümmern sollen. Der Springenkamp solle als Umgehung ausgebaut werden.

"Die Straße wird schon heute von vielen Bürgern der westliehen Wohngebiete als Umgehung benutzt und befindet sich in einem gefährlich schlechten Zustand, d.h. hier muss ohnehin etwas geschehen."

Zimolong: "Seit kurzem können wir mit neidvollem Blick auf Selm sehen, wo es gelungen ist, innerhalb einer kurzen Bauzeit eine Ortsumgehung fertigzustellen, die tatsächlich den Ortskern entlastet - effizient, finanzierbar und von allen begrüßt. Das könnten wir auch haben, statt weiterhin darauf zu warten, dass Vater Staat uns eine große Straße vor die Haustür legt, die das ganze Ruhrgebiet gleich mitbenutzen kann."


Quelle: WAZ Olfen, 29. Juni 2000