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Zu den Themen "Alte Baumschule" und B 474n:
Ich will betonen, dass meine Einstellung absolut keine wirtschafts- oder infrastrukturfeindliche ist. Aber was in Sachen Supermarkt und B 474n insbesondere von Bürgermeister Himmelmann betrieben bzw. initiiert wird, geht über den Rahmen einer nur leicht verfehlten Strukturpolitik hinaus.
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Auch die Vorgehensweise gegenüber den Interessen großer Teile der Wohnbevölkerung nicht nur in den südlichen und westlichen Neubaugebieten, sondern insbesondere gegenüber teilweise in ihrer Existenz bedrohten Landwirten, die den Bau der B 474n zu verhindern suchen, ist mehr als bedenklich. Die von Straßenbauamt Coesfeld als Fernverkehrsstraße geplante B 474n ist eine direkte Verbindung zwischen A 2 in Höhe der Sauerlandlinie und der A 43 in Höhe Dülmen, sie würde eine extrem frequentierte Abkürzung für Fernverkehr, dies wurde uns amtlich bestätigt.
Bei der Beschallung durch eine im Westen liegende Fernverkehrsstraße ist es bei gegebener vorherrschender Windrichtung nahezu gleichgültig, ob man 50, 100 oder 200 m und mehr entfernt wohnt. Es gibt amtlich genutzte Tabellen über derartige Zusammenhänge. Selbst in 800 m Entfernung - also im Ortskern - wird man den Verkehr noch laut und deutlich hören, und zwar Tag und Nacht.
Es mutet nicht nur für außenstehende Beobachter wie eine Trotzreaktion an, dass man unter dem Vorwand von Sparsamkeit tatsächlich freiwillig um eine Fernverkehrsstraße und Autobahnumgehung ums Recklinghäuser Kreuz über Olfener Stadtgebiet geradezu bettelt.
Wenn man derartig viele neue und begehrte Wohngebiete entstehen lässt, dann muss man zugleich auch für eine ortsangemessene Infrastruktur sorgen, d.h. eine Straße, die darauf zugeschnitten ist, innerstädtisch und peripher liegenden Wohngebieten Entlastung zu bringen. Die B 474n in ihrer jetzigen südwestlichen Trassenführung bewirkt das Gegenteil. Pikanterweise wohnt der Hauptinitiator der Resolution für die B 474n, Herr Himmelmann, im Nordosten von Olfen, unfern der alten, bereits bestehenden Trassenführung der B 474.
Es bleibt zu hoffen, dass zunehmend mehr Menschen die wahren Zusammenhängen erkennen und dass es dann nicht zu spät ist, um Schäden von Olfens südlichen und westlichen Wohn- und Landschaftsschutzgebieten abzuwenden.
Dr. Ulrich Oster, Alter Postweg 49
Quelle: WAZ Waltrop, 27. Oktober 200