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Um die Diskussion über die Verkehrsentwicklungsplanung zum Thema B 474n als Ortsumgehung Olfen wieder anzustoßen, hat der Bürgermeister ein Planungapapier erstellen lassen (vom Ingenieurbüro IVV-Aachen).
Die Ergebnisse diskutiert der Haupt, Finanz- und Beschwerdeausschuss am 8. Juni. Im derzeit noch gültigen Bedarfsplan für Bundesfernstraßen ist die B 474n als Neubauvorhaben zwichen A 43 (nördlich Dülmen) und A 45 (Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest) festgestellt. Das Teilstück Olfen (zwischen B 58 und B 235) zählt zum vordringlichen Bedarf.
Der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen wird derzeit aktualisiert, das Verfahren wird sich aber wohl bis in die nächste Legislaturperiode des Bundestages hineinziehen. Im Rahmen dieses Verfahrens werden die Einstufungen nicht übernommen. Drei Planfälle sind nun also möglich: Nichtbau, Bau in Teilstücken (Ortsumgehungen Dülmen/Seppenrade sowie Datteln/Waltrop, ohne Olfen) sowie Gesamtbau.
Die Auswirkungen für Olfen sind unterschiedlich. Lösung zwei (ohne Teilstück Olfen) würde laut IVV zu einem großen zusätzlichen Verkehrsdruck in Olfen führen (Durchgangsverkehr steige auf rund 12.000 Fahrzeuge pro Tag). Die Stadt müsse dann reagieren und die ortsnahe westliche Erschließungsstraße über die K 9 (Eversumer Straße) hinaus bis zur K 8 verlängern.
Lösung drei würde laut IVV eine Entlastung des Olfener Straßennetzes bedeuten, der Durchgangsverkehr würde aus der Kernstadt fast vollständig verlagert werden. Deshalb sei dies zu favorisieren. Der Durchgangsverkehr für Olfen beträgt derzeit 6000 Fahrzeuge täglich. Da aber laut IVV anzunehmen sei, dass die B 474 n auf viele Jahre hinaus nicht gebaut wird, wird empfohlen, die ortsnahe westliche Erschließungsstraße zwischen B 235 und Eversumer Straße in die städtische Planung einzubeziehen, um insbesondere den Quell- und Zielverkehr der westlichen Wohngebiete ohne Durchfahrt durch die Stadt aufs regionale Straßennetz abzuleiten. Dre
Quelle: WAZ Olfen, 27. Mai 2000