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Olfen (HTW) - Was wurde in Olfen im Rahmen des Kommunalwahlkampfes nicht alles über die Verkehrsproblematik in der Steverstadt gesagt? Doch in der letzten Zeit ist es ruhig um dieses Thema geworden, wobei die Probleme immer noch bestehen.
"Die Verwaltung will nun die Diskussion über die Verkehrsplanung wieder anstoßen," so Bürgermeister Josef Himmelmann in einem Pressegespräch. Die Verwaltung beauftragte ein Ingenieurbüro, dies war unter anderem für die Verkehrsplanung in Ascheberg züstandig, damit, die Situation in Olfen zu analysieren und zu bewerten. Der Bericht liegt der Verwaltung nun vor. Himmelmann. "Wir werden das Positionspapier in den Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss bringen." Es seien schon sehr wichtige Überlegungen. "Aus der Diskussion sollte eine Handlungsempfehlung für die Verwaltung entstehen," so der Bürgenneister. Man müsse sich jetzt mit dem Problem befassen, und nicht erst dann, wenn eine Stellungnahme von höherer Stelle gefordert werde.
Das Ingenieurbüro ging bei seiner Untersuchung von drei Planfällen aus. 1. Die B 474n wird nicht gebaut, 2. die B 474n entsteht nur in Abschnitten und 3. die B 474n wird auf ihrem gesamten Abschnitt gebaut.

Klar, dass sich die Verkehrsentwicklung bei diesen drei Planfällen unterschiedlich entwickeln wird. Erheblicher zusätzlicher Verkehr für 01fen wird in dem Papier für den Fall, dass die B 474n nur in Abschnitten realisiert wird, erwarter. Sollte jedoch die B 474n vollständig gebaut werden, würde dies eine Entlastung des Olfener Straßennetzes bedeuten.
Untersuchungen wurden auch für alle Planfälle in Bezug auf den Durchgangsverkehr angestellt. Ohne B 474n würde der durchschnittliche tägliche Durchgangsverkehr (DTV) auf mindestens 8.000 KFz-Fahrten, bei einer teilweisen B 474n würde der DTV sogar auf 12.000 Fahrten ansteigen. "Wenn die B 474n vollständig gebaut wird, kann der DTV nahezu vollständig aus der Kernstadt herausgenommen werden", so die Meinung des Ingenieurbüros. Dies wäre auch die optimale Lösung für Olfen. Allerdings sei davon auszugehen, dass der Planfall 1 (keine B 474n) auf viele Jahre hinaus erhalten bleibt. Für diesen Fall wird empfohlen, eine ortsnahe westliche Erschließungsstraße etwa im Zuge der Straße Springenkamp zwischen B 235 und Eversumer Straße in die städtischen Planungen aufzunehmen. Diese Straße könnte auch den Ost-West-Verkehr mit der B 235 aus dem Stadtgebiet herausnehmen. Notwendig wäre dann aber, die Ost-West-Durchfahrt mit Hilfe eines stadtverträglichen Rückbaus der Bilholtstraße zu erschweren.
Zum Schluss spricht das Ingenieurbüro die Empfehlung aus, die Stadt Olfen solle gemeinsam mit Lüdinghausen, Dülmen, Datteln und Waltrop die Realisierung der B 474n fordern. Dieser neue Straßenzug würde auch als Ortsumgehung und Entlastung dieser Städte fungieren.
Quelle: Ruhr-Nachrichten Olfen, 27. Mai 2000