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Straßenplaner in Bochum wollen einen Kreisverkehr auf der Viktorstraße verhindern. Als Argument dient ihnen die Tatsache, dass im Leveringhäuser Wald ein Anschluss der B 474 n vorgesehen ist, der viel Verkehr mit sich bringt. Laut Stadtjurist Stefan Schlarb könnte dies die Erschließung des Leveringhäuser Feldes (ehemals Ickern III) zurückwerfen.
An der Viktorstraße hatten die Planer einen Kreisverkehr vorgesehen, von dem aus das Gewerbegebiet im Leveringhäuser Feld erschlossen werden soll. In der letzte Woche teilte das Westfälische Straßenbauamt Bochum (WSBA) mit, dass der Kreisverkehr nicht gewünscht wird. Begründung: Mit Blick auf die mögliche Ansiedlung von BMW im Rieselfeld könnte der Verkehr von 5000 auf 10- bis 15000 Fahrzeuge anschwellen. Das sei zu viel für den Kreisverkehr, deshalb solle neu geplant werden, und zwar mit ein Ampelkreuzung. Diese Argumentation ist für Schlarb unlogisch, seiner Meinung nach kann gerade ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch einen Kreisverkehr besser bewältigt werden als durch eine Ampel. "Eine Simulation von Siemens zeigt, dass dieser Kreisverkehr gut bis zu 20 000 Fahrzeuge aufnehmen könnte", so Schlarb.
SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Siebert, der den Stein mit einer Anfrage ins Rollen gebracht hatte, vermutete grundsätzliche Aversionen gegen Kreise bei den Bochumer Planern, zumal auch schon der beantragte Kreisverkehr an der Kreuzung Leveringhäuser Straße / Viktorstraße / Altenbruch gestrichen worden sei.
Mittlerweile hat Schlarb ein Schreiben verfasst, in dem an das WSBA appelliert wird, die Verkehrsplanung für das Leveringhäuser Feld nicht schon wieder infrage zu stellen. Denn dadurch erführe die interne Verkehrsplanung im Leveringhäuser Feld, "die seit anderthalb Jahren läuft, erhebliche Änderungen", so Schlarb. Bürgermeister Willi Scheffers soll den Brief unterschreiben, parallel dazu will Stadtplaner Andreas Scheibain persönlichem Gespräch versuchen, "eine vernünftige Lösung zu erzielen".
Pit Schneider
Quelle: Waltroper Zeitung, 26. Oktober 2000