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CDU-Fraktionschef Carlo Becker drängt auf einen Termin über die B 474n im NRW-Verkehrsministerium. "Eine Bundesstraße, die 30 Meter nach Westen rückt, nutzt nichts", sagte Becker.
Der CDU-Fraktionschef kritisierte, dass Bürgermeister Scheffers die Mehrheitsfraktion im Rat kaum informiere. Er spreche auch im Namen von CDU-Kreistagsfraktionschef Lütkenhaus. "Wir waren wirklich ahnungslos", kommentiert Becker die Aktivitäten des Bürgermeisters im Westfälischen Straßenbauamt. Scheffers habe die CDU im Unklaren darüber gelassen, wie weit fortgeschritten die Pläne für die Bundesstraße schon sind. D"as hat mir erst SPD-Fraktionschef Jürgen Siebert mitgeteilt", meinte Becker.
Der Bürgermeister müsse die Mehrheitsfraktion mehr einbeziehen, wenn es um wesentliche Entscheidungen für die Stadt gehe, forderte der CDU-Fraktionschef. Scheffers sollte seine Haltung dringend überdenken. Derart enorme Widersprüche zwischen dem Bürgermeister und der ihn stützenden CDU-Fraktion seien untragbar.
Während zum Beispiel CDU-Ratsherr Rolf Lütkenhaus im Rat die besorgten Anwohner beruhigte, ein Linienbestimmungsverfahren für die Bundesstraße stehe noch bevor, hatte sich der Bürgermeister Wochen vorher damit einverstanden erklärt, gerade auf dieses Linienbestimmungsverfahren zu verzichten.
"Das erfahre ich jetzt zum ersten Mal von Ihnen", sagte Becker, als er in der WAZ-Redaktion den entsprechenden Passus im Protokoll des Gesprächs im Westfälischen Straßenbauamt las. Becker: "Für uns ist das Linienbestimmungsverfahren wichtig. Dem hätte ich nie zugestimmt."
nj
Quelle: WAZ Waltrop, 25. November 2000