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Die Sozialdemokraten fühlen sich in ihrem Verdacht bestätigt, dass mit den "newPark"-Plänen der Industrie- und Handelskammer die städtische Planungshoheit ausgehebelt werde und es zur Verselbstständigung eines Projektes bis zum Ausschluss der Öffentlichkeit kommen könne.
Das zeige die überfallartig eingerufene Sitzung der IHK, wo das Projekt "newPark" vorgestellt wurde (die WAZ berichtete). Parteichef Gregor Spychala, Fraktionsvorsitzender Jürgen Siebert sowie die Ratsmitglieder Norbert Frey und Dieter Steffan finden es "erschreckend", wie deutlich der vorgelegte Zeitplan zeige, dass schon lange detailliert an der Zerstückelung und Zersiedlung der dafür zu wertvollen Rieselfelder gearbeitet worden sei. Das lehne die SPD-Fraktion entschieden ab. Ein Antrag zur Ratssitzung kommt. Der Regierungspräsident Jörg Twenhöven habe auch dort den Zweckverband in Frage gestellt.
Der RP habe gesagt, ein solcher Verband müsse nicht falsch sein, man bekomme ihn aber wieder weg, wenn er weg müsse, sagte Steffan. Bei dem IHK-Modell solle eine AG gegründet werden, die die Industrialisierung voran treibe und schließlich einen Manager für die Vergabe von Flächen einsetze, der ganz allein entscheide. Das gehe dann ab drei Hektar aufwärts. Und zu BMW mit einem Bedarf von 250 Hektar passe nach Meinung der IHK der "newPark", der mit bis zu 300 Hektar angelegt werde.
Der RP habe aber gesagt, dass dies gegen den Widerstand der Städte nicht zu machen sei. Die Vorstellung der IHK-Ideen sei nur zufällig zeitgleich mit der BMW-Bewerbung, meinte Siebert ironisch. Dieter Steffan sprach von einer der "weitreichendstenEntscheidungen seit Gründung der Stadt". Und derBürgermeister - auf Einladung von Gelsenwasser in Berlin - sei nicht bei der IHK gewesen.
kes
Quelle: WAZ Waltrop, 25. Oktober 2000